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evangelisch

Hörmal | 24.08.2014 | 07:45 Uhr

2 Stunden

Sie dauern meistens anderthalb bis zwei Stunden. Manchmal ein bisschen länger oder kürzer, An- und Abfahrt abgerechnet, aber das ist so die Richtzeit. Unsere Wochenendunternehmungen.

Fußballspiel, Konzert, Kino- oder Museumsbesuch. Und in diesen knapp zwei Stunden bekommen wir so richtig was geboten. Meistens zumindest. Große Gefühle, bittere Enttäuschungen und erhebende Momente. Am Ende gibt’s Applaus, manchmal Pfiffe und dann gehen wir wieder nach Hause. Ich bin dankbar für diese Welten, in die ich in unregelmäßigen Abständen eintauchen und mich inspirieren lassen kann.

Wenn ich dann aus dem Kinosaal oder dem Konzerthaus spaziere, denke ich manchmal: Mannomann, wie viel Arbeit die Künstler da wohl vorher hineingesteckt haben? Wochen, Monate und manchmal sogar Jahre haben sie für diesen Moment gearbeitet. Und dieser Vorbereitungsprozess ist ja mindestens genauso wichtig wie das Produkt selbst.

Ich finde ja, dass alle Menschen Künstler sind. Lebenskünstler. Mit ganz unterschiedlichen Philosophien. Aber alle haben einen ungefähren Lebensplan oder Lebenstraum:

Das soll am Ende mal über meinem Leben stehen! Das möchte ich erreichen! Dafür lohnt es sich zu kämpfen und an die Grenzen zu gehen! Manchmal macht es echt Mühe, noch an den großen Lebenstraum zu glauben, im anderen Fall muss ich einsehen, dass es doch eine Nummer zu groß war und meine Ansprüche herunterschrauben, aber glücklicherweise geht mein Plan auch zwischendurch mal auf.

Aber leicht umsetzbar ist ein Lebensplan meistens nicht! Das kostet viel Kraft!

Mich würde mal interessieren, wie viele Versuche der begnadete Maler Leonardo da Vinci wohl gebraucht hat, bis seine Mona Lisa fertig war. Oder wie viele schlaflose Nächte der zweifellos talentierte Komponist Vivaldi bewältigen musste, bevor sein Werk “Die vier Jahreszeiten“ aufgeführt werden konnte. Wie viele Schreibblockaden hat J.K. Rowling eigentlich, bevor das Manuskript zu Harry Potter in die Buchläden geliefert wurde?

DAS sind doch die wirklich interessanten Phasen. Am Anfang steht ein großes Ziel und dann geht’s los. Da gibt’s immer wieder Momente, in denen der Künstler sagt: „Nee, jetzt reicht´s. Das ist mir zu viel! Schon wieder vermalt oder verspielt … Das schaffe ich nie“, aber auch Lichtblicke, die zeigen: „Ja, die Richtung stimmt, weitermachen!“

Und der Grund, warum diese Menschen nach Niederlagen oder Enttäuschungen nicht aufgegeben haben, warum sie immer wieder aufgestanden sind und sich nicht entmutigen ließen war der Glaube und das Vertrauen in das Projekt! Dieser Glaube ist manchmal ein kleiner Funke, manchmal ein loderndes Feuer, er ist aber immer da. Manchmal hat sich der Künstler selbst motiviert, oft kam der Zuspruch von anderen Menschen.

Ich wünsche Ihnen heute eine gehörige Portion von diesem Glauben an ihr Leben, an ihren Lebenstraum, auch wenn er gerade in weiter Ferne liegt oder zu zerbrechen scheint. Ich wünsche ihnen einen neuen Funken, der ihnen das Vertrauen wiederbringt und ich wünsche ihnen dafür das wertvollste, was ich in meinem Leben kennen gelernt habe: Gottes Segen!

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