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Kirche in WDR 2 | 01.12.2014 | 05:55 Uhr

24 Türen

Heute Adventskalender. Türchen Nummer eins. Gestern erste Kerze. Jetzt kommt es auf’s Zählen an: 24 Tage noch bis Weihnachten. In einem schönen Adventskalender sind das 24 Nettigkeiten. Das macht das Warten auf Weihnachten ein bisschen leichter.

Auch der Adventskranz, den ich gestern mit meiner Familie entzündet habe, war der Legende nach nur ein Adventskalender, aber einer, der mehr wurde, anstatt weniger. Man weiß es zwar nicht genau, aber: Einer der ersten Adventskränze hing wohl seit 1839 im sogenannten Rauhen Haus, einem Armenhaus für Kinder, das der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern gegründet hatte und leitete. Weil die Kinder immer sehnsüchtig fragten, wie lange es noch bis Weihnachten wäre, nahm er ein altes Holzrad und setzte für jeden Wochentag eine kleine rote und für jeden Sonntag eine große weiße Kerze darauf. Jeden Tag wurde somit eine Kerze mehr angezündet. Wird heute ein Adventskalender mit jedem Tag ein bisschen leerer, wird der Adventskranz damals wie heute zu Weihnachten hin immer heller.

Wenn ich jetzt im Dunkeln zur Arbeit fahre, bis zur Frühstückspause warten muss, um draußen mal ein bisschen Licht am Himmel aufkommen zu sehen, und dann auch schon wieder in der Abenddämmerung nach Hause fahre, setzt jeder Adventskranz immer eine weitere kleine Kerze dagegen, ganz gemütlich. Immer ein kleine Kerze mehr, immer mehr Licht, bis uns am 24. der vollbesetzte Weihnachtsbaum anstrahlt. Und dann ist ja auch endlich der Punkt im Jahr erreicht, an dem die Dunkelheit nicht noch immer mehr in den Tag hineinragt, sondern ganz, ganz langsam wieder zurückweicht.

Licht in der Dunkelheit. Das ist wohl das sichtbarste Erlebnis der Adventszeit. Langsam bricht sich das Licht eine Bahn, wird immer stärker, bis es festlich alles erleuchtet. An Weihnachten wird dazu in den Kirchen die Vision vom Propheten Jesaja aus der Bibel vorgelesen: „Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf.“ Der Advent ist die Zeit zu entdecken, wo das Licht in unserer Welt wächst und jede und jeder selbst etwas dazu tun kann, dass mehr Licht in der Welt wird. Um sich darüber einmal Gedanken zu machen, muss man nicht mal Christ sein.

Ihnen allen eine gesegnete und erleuchtende Adventszeit.

Copyright Vorschaubild: CCO Public Domain Pixabay

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