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Kirche in WDR 2 | 21.01.2014 | 05:55 Uhr

4 minus 3

Autor: Manche Dinge möchte man sich gar nicht vorstellen. Zum Beispiel, dass das eigene Kind stirbt. Oder der Lebenspartner. Trotzdem kann so etwas passieren. Manchmal kommt sogar alles zusammen. Wie bei Barbara Pachl-Eberhart, die durch einen Unfall sowohl ihren Mann Heli als auch ihre beiden Kinder verlor.

O-Ton: Der Schmerz. Der unfassbare, unvorstellbare, tiefe Schmerz, der uns das Herz zu zerreißen und das Leben zu zerstören droht. Ich kenne ihn gut. Er ist schlimm. Oft sind wir ihm hilflos ausgeliefert. Und doch: Er geht vorüber, immer wieder. Auch darauf ist Verlass.

Autor: In ihrem Buch „4 minus 3“ erzählt Barbara Pachl-Eberhart, wie sie mit diesem Schmerz umgegangen ist. Wie sie es geschafft hat, nicht nur weiterzuleben sondern auch neue Perspektiven zu finden.

Insofern ist „4 minus 3“ kein ausschließlich trauriges oder rückwärts gewandtes Buch. Es trägt zurecht den Untertitel: „Wie ich nach dem Verlust meiner Familie zu einem neuen Leben fand.“Dabei ist der Glaube für Barbara Pachl-Eberhart eine wesentliche Stütze. Vor allem die Erfahrung, dass dieser Glaube tatsächlich hilft. Das beginnt schon kurz nachdem sie die Nachricht vom Unfall bekommen und den ersten Schreck überwunden hat:

O-Ton: In diesem Moment der Erleichterung geschieht ein Wunder. Wie sonst soll ich das Erlebnis nennen, durch das alles, was ich bisher als meinen Glauben bezeichnete, in einem Augenblick zur Gewissheit wurde? Das Erlebnis, das mir meine Verzweiflung nimmt und meine Angst?

Ich spüre, wie sich von hinten ein warmer Mantel um mich legt. Ein Mantel der Liebe, zärtlich und sanft.

Autor: Auch im weiteren Verlauf des Buches erlebt sie Gott auf ganz vielfältige Weise. Mal eher schicksalhaft, dann wieder so wie jemand, der ihr hilft, wenn sie selbst nicht weiter weiß. Der sie auf sicherem Wege durch schwieriges Terrain bringt:

O-Ton: Ich werde zur Marionette. Hänge fortan an unsichtbaren Fäden. Ein gütiger Puppenspieler führt mich. Vertrauensvoll gebe ich mich ganz in seine Hände.

Autor: Gerade an den schweren Tagen hilft ihr dieses Vertrauen. Dass Gott es gut mit ihr meint, trotz des Unglücks, das sie erlebt hat. So kann sie weiterleben, weitergehen, sich führen lassen, bis sie über ihren Weg wieder selbst entscheiden kann.

Gleichzeitig ist sie überzeugt, dass Gott sich nicht nur um sie kümmert. Sondern dass es ihren Kindern und ihrem Mann Heli ebenfalls gut geht - jetzt, nach ihrem Tod:

O-Ton: „Ich habe Heli im Bestattungsinstitut besucht […] Er schaut verklärt aus, er lächelt. Er hat ganz bestimmt nicht gelitten. Er ist im Licht und es ist wunderschön dort!!!“

Autor: In dieses Licht wird sie auch selbst einmal eingehen. Da ist sich Barbara Pachl-Eberhart ganz sicher. Dort wird sie ihre Familie wiedersehen. Dort werden ihr Mann und ihre Kinder auf sie warten.

O-Ton: Genau so, wie ihr eines Januartages am Flughafen auf mich gewartet hattet, als ich nach drei allzu langen Wochen von einer Indonesienreise heimkehrte. Am Weg vom Gepäckband zum Ausgang machte ich mir fast in die Hosen vor lauter Freude. Ich musste rennen vor Glück.Wenn ich an das Sterben denke, so möchte ich eines Tages in der gleichen, unbändigen Freude von dieser Erde scheiden und rennen, wissend, dass ihr dort hinter dem Tor steht, um mich in Empfang zu nehmen.

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