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Kirche in WDR 2 | 01.10.2015 | 05:55 Uhr

50 Jahre "The Sound of Silence"

Musik: Hello darkness, my old friend / I come to talk with You again

Autor: Genau 50 Jahre ist es her, da wurde dieses Lied zu einem Welthit: „The Sound of Silence“. Es war der erste große Hit des Pop-Duos Simon & Garfunkel. „Der Klang der Stille“ heißt der Titel übersetzt. Es ist ein Lied über die Einsamkeit und es schöpft tief aus religiösen Bildern:

Musik: Hello, darkness, my old friend / I've come to talk with you again…

Autor: (overvoice): „Hallo Dunkelheit, mein alter Freund. Ich bin gekommen, um wieder mit dir zu reden …“

Musik: … Because a vision softly creeping.

Autor: „Weil mich eine Vision berührt hat“. Paul Simon, der das Lied geschrieben hat, erzählt von einer Vision. So wie bei den Propheten im Alten Testament in der Bibel. Paul Simon stammt aus einer jüdischen Familie in Queens, einem Stadtteil von New York. Er kennt sich gut aus mit biblischen Geschichten.

Musik: In restless dreams I walked alone / Narrow streets of cobblestone

Autor: Einsam sieht sich ein Mensch im Traum durch die regennassen Straßen seiner Stadt ziehen. Und er spürt: Tausende Menschen leben hier, hinter grellen Fassaden, ohne sich wirklich zu kennen.

Musik: People talking without speaking / People hearing without listening

Autor: Die Menschen mögen sprechen, aber sie tun es, ohne wirklich miteinander zu reden. Menschen hören vieles und dauernd irgendetwas Neues, aber ohne wirklich noch zuzuhören. – „Sound of Silence“ hält der Gesellschaft den Spiegel vor – erstaunlich aktuell bis heute. Und dann geht es um die Sehnsucht nach Sinn und nach Gott. Doch die Menschen wissen nicht, wo sie Gott finden und beten darum …

Musik: And the people bowed and prayed / To the neon god they made

Autor: … Sie beten zu einem Neon Gott, den sie sich selbst erschaffen haben. Vor 50 Jahren war das für Paul Simon, der eigentlich eher unpolitisch ist, Gesellschaftskritik. Euer Konsumrausch und die so glitzernde Medienwelt verdecken doch nur die Einsamkeit der Menschen. – In meiner Kirchengemeinde lebt mittlerweile fast die Hälfte der Menschen alleine in ihren Wohnungen. Neulich erst ist wieder ein Mann Wochen nach seinem Tod gefunden wurden. Keiner hatte ihn vermisst. Irgendwann hatten die Nachbarn nachgefragt, weil der Fernseher Tag und Nacht lief.

Musik: And the sign said, the words of the prophets / Are written on the subway walls

Autor: Das ist kein Leben. Die Propheten schreiben es an die Wand der U-Bahn, dichtet Paul Simon. Damit es jeder sehen kann. Und so möchte der Sänger mitten in der so lauten und schrillen Welt der Stille tief im Inneren der einzelnen Menschen einen Klang geben:

Musik: And whispered in the sounds of silence.

Autor: Das Lied sagt nicht, wie das Leben besser gelingt, Paul Simon überlässt seinen Hörern eine Antwort. Das haben die Propheten in der Bibel oft genauso gemacht. Sie haben den Menschen den Spiegel vorgehalten in der Hoffnung, dass sie umkehren, weil sie erkennen: So möchte ich nicht leben!

Paul Simon singt das Lied auch nach 50 Jahren auf fast jedem seiner Konzerte. Vielleicht, weil er spürt, dass die Einsamkeit immer noch das größte Elend vieler Menschen ist. Und dass ich Gott dort finde, wo ich diese Einsamkeit überwinde. Wo ich anfange, anderen wirklich zuzuhören.

Musikinformation:

Titel: “The Sound of Silence”

CD: Paul Simon: “Anthology”, Track 1 /

LC 0392

Label: Warner Bros.

Erscheinungsjahr: 1993

Text & Musik: Paul Simon

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