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Kirche in WDR 3 | 22.03.2018 | 07:50 Uhr

Achtung Radfahrer!

Guten Morgen!

Radfahrer und Radfahrerinnen haben in der Regel einen hervorragenden Ruf – oft zu Unrecht wie ich finde! Und ich weiß wovon ich rede, denn ich bin einer von ihnen. Mehrmals täglich fahre ich Rad: mal in die Stadt, dann zur Hochschule oder zum Bahnhof. Und das geniale: als Radfahrer darf ich fast alles. Naja: wir Radfahren dürfen es nicht immer, machen es aber: in eine Einbahnstraße biegen, Fußwege mitnutzen oder Busspuren befahren!

Und wie danken wir es? Wir sind –in meinen Augen- die größten Verkehrsrowdys: eine rote Ampel? Ach was, mit dem Rad ist man doch schnell auf der anderen Straßenseite. Fußgänger auf der Strecke? Die werden mal fix wegklingelt. Warten im Verkehr? Mit dem Rad kann man doch per Schlangenlinie schnell an Autos und Bussen vorbei. Ja, die anderen Verkehrsteilnehmer haben es nicht leicht mit uns Radfahrern!

Und doch ist unser Ruf –ich habe es gerade schon gesagt- bestens! Wie kommt das eigentlich? Nun, Radfahrer verhalten sich umwelt- und klimafreundlich, außerdem verhindern sie einen noch größeren Verkehrsinfarkt und überhaupt, Bewegung ist gesund.

Bestimmt gibt es unter den Heiligen der katholischen Kirche auch welche vom Typ Radfahrer. Und die hätten als Heilige Radfahrer dann gleich einen doppelt guten Ruf: erstens Radfahrer, zweitens heilig. Zu Unrecht?

Unter den Heiligen gibt es schließlich nicht wenige, die auf den ersten Blick eher unheilig wirken: Opus Dei Gründer Escriva sympathisierte mit Diktatoren, der Apostel Jakobus bekam den Beinamen Maurentöter und selbst der große Franziskus hat so einen doch etwas befremdlichen Zug zum Rigorismus. Die Liste ließe sich leicht ergänzen. Und doch gelten sie in der katholischen Kirche und häufig weit darüber hinaus als große Vorbilder. Also auch hier die Frage, wie kommt das eigentlich?

Ihr Glaube und ihre Taten haben andere Menschen extrem beindruckt. Sie spüren, diese Frauen und Männer sind irgendwie etwas ganz Besonderes und machen durch ihr Leben Gott erfahrbar. Und das haben sie auf ganz unterschiedliche Weise getan: durch das radikal einfache Leben eines Franziskus, die große Barmherzigkeit einer Elisabeth oder die Glaubensstärke eines Johannes Paul II. Es sind große Glaubenszeugen und deshalb müssen wir ihre Fehler und Schwächen auch gar nicht verschweigen. Denn so völlig weltenthobene Helden, braucht ja auch kein Mensch. Das wäre höchstens Kitsch, hätte aber mit einem christlichen Leben dann nicht mehr viel zu tun.

Apropos weltenthoben: Das sind Radfahrer nun wirklich nicht. Und nur weil viele die Verkehrsregeln, ich sage mal vorsichtig beugen, ist es doch gut, dass es sie gibt.

Ich wünsche allen Verkehrsteilnehmern eine gute Ankunft und vor allem umsichtige Radfahrer, Ihr Pastor Simon Schwamborn aus Lippstadt

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