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Kirche in WDR 2 | 03.12.2015 | 05:55 Uhr

Adam – zusammen weniger allein

Adam aus der Bibel? Sollten sie kennen! Schon allein deswegen, weil seine Geschichte verrät, dass wir als Menschen allein doch ziemlich verloren sind.

Aber natürlich: wer kennt Adam nicht? Ist halt der erste Mensch. Und da war doch auch die Geschichte mit Eva, der Schlange und dem Apfel. Alles richtig, aber bevor die Geschichte im Sündenfall endet und damit ziemlich negativ, geht es um den Zauber der Zweisamkeit. Adam wurde ja von Gott geschaffen und allein ins Paradies gesetzt, damit er den Garten pflegen konnte. Adam existiert quasi nur für seinen Job: Gartenpfleger im Paradies. Aber: Adam ist nicht nur, sondern fühlt sich auch ziemlich allein. Das schlägt sogar auf seine Arbeitskraft. Und unter all den Tieren, die Gott schafft, um Adams Arbeitsumfeld zu optimieren, findet er keines, was so richtig zu ihm passt. Da schläfert ihn Gott ein, entnimmt ihm eine Rippe und formt daraus Eva. Jahrhundertelang haben Männer daraus übrigens vor allem das Selbstbewusstsein abgeleitet: Wir sind schon mehr wert als die Frauen. Schließlich waren wir ja früher da. Aber eigentlich erzählt die Geschichte ganz etwas anderes.

Allein ist der Adam einfach nur Mensch, nicht Mann. Das wäre falsch übersetzt. Erst als der Mensch zwei ist, ist er Frau und Mann. Und nicht nur Arbeitstier. Und erst dann fühlt er sich auch wieder gut, denn endlich gibt es ein Gegenüber, zwei, die sich gegenseitig helfen, füreinander da sind. Ohne einander ist man halt nicht komplett. Jetzt erst beginnt der Mensch auch zu sprechen. Zu wem sollte er vorher auch?

Mir geht’s wie Adam. Allein kann ich auf Dauer nicht gut sein. Das ist gar nicht unbedingt so ein Ding von Geselligkeit und Ablenkung. Es ist vielmehr so, dass ich jemanden brauche, mit dem ich mich austauschen kann. Das Verrückte ist ja, dass ich mich manchmal selbst besser verstehe, wenn ich das, was mich gerade beschäftigt, jemanden mitgeteilt habe. Allein grübele ich so vor mich rum, gegenüber jemandem, der mir nahe steht, versuche ich mich aber verständlich zu machen. Und dann verstehe ich mich auch selbst besser. Will sagen: Erst, wenn ich jemanden bei mir habe, werde ich manchmal erst wieder richtig ich selbst.

Um noch mal auf Adam zurückzukommen: Wem würde so ein Paradies denn Spaß machen, wenn man nur alleine darin sitzt, bzw. arbeitet? Einer allein ist irgendwie immer einer zu wenig. Hat schon der erste Mensch gewusst.

Copyirght Vorschaubild: Public Domain Pixabay

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