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Kirche in WDR 5 | 02.12.2014 | 06:55 Uhr

Advent – die andere Ansage

Da rufe ich einen afrikanischen Studenten an. Er ist nicht da, die Mailbox springt an, und ich höre die Ansage – in klar und langsam gesprochenem Deutsch: „Gott – ist – Liebe.“ Oh, denke ich, das ist mir noch nie untergekommen! Wäre nicht mein Stil, auch nicht als Kirchenmann, so mit der Tür ins Haus zu fallen. Doch Respekt! Die Ansage trifft ins Schwarze, berührt mich, öffnet mich! Dazu gehört Mut! Und die Stimme zeugt von Herzlichkeit und Wärme. Ein afrikanischer Student – ausgerechnet ein Wirtschaftswissenschaftler, ein Fremder in einem fremden Land, öffnet sich so, lehnt sich so aus dem Fenster, macht sich erkennbar und verwundbar! Echt eine Ansage der anderen Art!

Am Sonntag sangen Kinder in den Kirchen – aber nicht nur da:

„Wir sagen euch an den lieben Advent.

Sehet die erste Kerze brennt.

Wir sagen euch an eine heilige Zeit.

Machet dem Herrn die Wege bereit.“

Auch eine Ansage! Auch von der anderen Art. Sie klingt aber reichlich bieder und glatt! Da soll was dran sein? Schwer zu erkennen! Die erste Kerze von vieren brennt. Gut, das wissen wir, aber was soll´s? Eine heilige Zeit ist angesagt – mal langsam! Eine heilige Zeit?

Ich kenne beides: bestimmte Zeiten, die mir „heilig“ sind, für die ich oft kämpfen muss, und andere Zeiten, die ich als verdammt unheilig erlebe. Da werden Zeiten abverlangt. Beruflich und privat. Und dann mitten darin nun die Ansage einer „heiligen Zeit“! Das irritiert mich in meiner Anpassung an die Zeiten.

Es soll also mehr geben!? Es soll also um mehr gehen!?

Schön wär´s schon. Doch woher die Spannkraft nehmen?

„Gott – ist – Liebe.“ klingt mir noch im Ohr. Und ich wandle die Telefon-Ansage des afrikanischen Studenten ins Persönliche und das Hauptwort ins Tu-Wort:

„Gott ist lieben. - Gott ist: ich liebe.“

Wenn ich wirklich liebe, wird mir alles heilig, auch das Widersprüchliche, die täglichen Aufgaben und Hindernisse. Sie gehören zum Ganzen meines Lebens.

Wenn ich liebe - heute in den unzähligen Handgriffen und Begegnungen -, dann lebe ich eine heilige Zeit – mitten in allem Unheil. Dann ist Gott im Kommen.

Etwas von diesem Advent, dieser geheilten, heiligen Zeit heute zu erfahren –

das wünscht Ihnen Spiritual Georg Lauscher aus Aachen.

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Copyright Vorschaubild: CCO Public Domain Pixabay

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