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Kirche in WDR 4 | 23.05.2017 | 08:55 Uhr

Allein aus Glauben

-Ton-Collage Kinder: Das ist für mich, dass man an jemanden glaubt, der einem am Herzen liegt und der halt sehr wichtig ist. / Also man denkt auch an Gott und dann merkt auch, dass Gott bei einem ist. Und man muss sonst eigentlich auch nichts machen, weil er immer bei uns da ist.

Autor: So beschreiben Kinder, was das eigentlich ist: Glauben. Klingt nach: Vertrauen haben. Dass Gott da ist. Dass die Dinge gut werden. Nicht immer noch was machen, sondern glauben.

Mit Dr. Hans-Georg Troschke spreche ich darüber, was Vertrauen in seiner Arbeit bedeutet. Er ist ärztlicher Leiter der Palliativstation im städtischen Krankenhaus Heinsberg. Hierher kommen Menschen, die schwerstkrank sind und aufs Sterben zugehen.

O-Ton: Wenn ein Patient zu einem von uns Vertrauen gefasst hat, dann gibt es immer einen Ansprechpartner, vielleicht nicht das ganze Team, und diese eine Person ist dann wichtig für die gesamte Begleitung bis hin zum Tode.

Autor: Kann man sich vorstellen. Auf der letzten Wegstrecke des Lebens braucht es ein enges Vertrauensverhältnis. Jetzt kommt es darauf an, zuzuhören, Schmerzen zu lindern, zu begleiten, vielleicht noch etwas zu tun, um die Lebensqualität zu erhalten. Aber nicht alles ist machbar.

O-Ton: Und bin ich dann in der Lage, diese Situation so zu akzeptieren und in dieser Situation so zu handeln, dass ich dann auch noch für den Patienten da bin, wenn ich ihm sagen muss, ich kann dich nicht mehr heilen?

Autor: so fragt der Palliativmediziner, der früher als Notarzt und auf der Intensivstation tätig war.

O-Ton: Wir erleben Situationen, wo ein Patient eine Frage stellt, auf die ich zum Beispiel keine Antwort weiß.

Autor: Und manchmal muss auch der Arzt loslassen. Dann ist alles versucht, alles getan, und alle Beteiligten können das, was folgt, nur noch in Gottes Hand legen.

O-Ton: Auch dafür sehen wir immer wieder Beispiele, dass wir Situationen nicht so begreifen, nicht so erfassen oder die Ursachen für Lösungen letztlich nicht kennen und am Ende sagen müssen: Ja, es ist trotzdem alles gut geworden.

Autor: Spielt denn der Glaube am Ende des Lebens eine besondere Rolle? Also nicht nur so ein Grundvertrauen ins Leben, sondern der ausdrückliche Glaube an Gott?

O-Ton: Für viele ist es wichtig, dass sie Geistlichen Beistand haben, d.h. wir müssen für diese Bedürfnisse der Patienten auch offen sein. Und ob jemand religiös ist oder nicht, wenn er das Bedürfnis hat, über seinen Glauben, über Gott zu sprechen, dann werden wir jemanden haben, der darüber sprechen kann.

Autor: „Allein aus Glauben“ können wir leben, hat Martin Luther gesagt. Wir müssen nicht alles richtig machen, um am Ende gut dazustehen vor uns selbst, vor den andern oder vor Gott. Glauben reicht. Hans-Georg Troschke hat viele Menschen auf der letzten Wegstrecke begleitet.

O-Ton: Man kann tatsächlich Dinge beobachten, wo man den Eindruck hat, der Mensch, die Seele, der Geist wandert zwischen den Welten hin und her. Und egal ob das eine Katholikin ist, ein Protestant ist, ein Moslem ist oder ein Agnostiker, am Ende des Weges scheint es für alle sehr ähnlich zu sein.

Autor: Dann heißt es loslassen, Vertrauen haben, glauben.

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