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Kirche in WDR 4 | 23.10.2018 | 08:55 Uhr

Alles geplant - alles im Griff?

Guten Morgen,

es gibt Viele, bei denen ist fast alles durchgeplant. Der Kalender ist prall gefüllt. Da passt kaum noch was zwischen die Termine. Und auf den langen so genannten „to-do“-Listen ist vermerkt, was alles zu erledigen ist. Dabei gibt es eigentlich jede Menge Zeit: Denn jeder Tag hat ja 24 Stunden, die Woche sieben Tage, das Jahr 52 Wochen. Und dann kommt ja wieder ein neues Jahr und noch eines und noch eines… Es gibt also jenseits vom Schlafen, Essen, Arbeiten und Ausruhen jede Menge Zeit. Man muss nur weit genug gucken. Früher oder später findet sich irgendwie und irgendwann für alles und für jeden immer eine Lücke. Denn was heute nicht geht, findet später statt. Zeit ist da. Im Kalender sieht es so aus, als gäbe es in Zukunft – 2019, 2020, 2021... - noch Zeit in Hülle und Fülle. Klar, weiß ich, dass das keinesfalls sicher ist. Aber irgendwie bin ich bewusst oder unbewusst jedes Jahr wieder geneigt, dem frischen Jahres-Kalender zu glauben, der mir noch viel Zeit verspricht.

Dabei weiß ich doch: Es gibt Situationen, da sieht alles anders aus. Die Gesundheit macht nicht mehr so mit wie bisher. Man spürt Körperteile, von denen man bisher gar nicht wusste, dass man sie hat. Manch einer wird mit einer beunruhigenden Diagnose konfrontiert. „Mit dieser Krankheit müssen Sie nun leben - ein Leben lang!“ Oder gar: „Viel Lebenszeit werden Sie nicht mehr haben - Monate, Jahre vielleicht …“

Plötzlich gehen die Uhren anders. Und egal, was der Kalender so für die nächsten Monate und Jahre an Lücken in Hülle und Fülle anzeigt, ob einem diese Zeit tatsächlich geschenkt wird, ist keinesfalls sicher. Und ob und wie sie von Krankheit, von Arztbesuchen und Behandlungen bestimmt sein wird, ist auch noch offen. Den Kalender kann man zwar gut im Griff haben, aber die eigene Lebenszeit hat niemand in der Hand.

Auf einmal relativiert sich vieles und manches wird unwichtig. Auch der Kalender mit all den wichtigen Terminen und die „to-do“-Liste verlieren schnell ihre große Bedeutung. Das, was eigentlich jeder weiß, dass das Leben endlich ist und der Boden unter den Füßen von jetzt auf gleich ins Wanken kommen kann, das erleben Menschen immer wieder in bestimmten Momenten ganz unmittelbar. Und viele müssen dann erst langsam lernen, anders auf ihren Kalender und ihre Lebenszeit zu sehen als zuvor. Es ist nicht leicht, diese Tatsache anzunehmen: Meine Zeit - die habe ich letztlich nicht selbst in der Hand. Die Bibel drückt das so aus: „Meine Zeit steht in deinen – in Gottes – Händen.“ (Psalm 31,16). Das ist ein Gedanke, der mich tröstet. Meine Zeit - sie ist ein Geschenk. Und ich vertraue darauf, dass ich in den guten und in den schweren Tagen meines Lebens gehalten und getragen bin. Dass ich in Gottes Hand bin und bleibe.

Für den heutigen Tag und für die Zeit, die noch kommen wird, wünsche ich Ihnen und mir viel Gelassenheit, jede Stunde gut zu füllen. Ihr Präses Manfred Rekowski aus Düsseldorf.

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