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Kirche in WDR 4 | 18.06.2016 | 08:55 Uhr

„Alltag und Wort Gottes im Gespräch“

„Alltag und Wort Gottes im Gespräch“

Heute: Tag der Verkehrssicherheit

Guten Morgen!

Heute ist in Deutschland der Tag der Verkehrssicherheit. Bundesweit werden in Einrichtungen, Verbänden, Städten und Gemeinden Aktionen durchgeführt. Menschen aller Altersgruppen und Milieus sollen erkennen, dass sie durch Aufmerksamkeit Unfälle im Straßenverkehr vermeiden können. Aufmerksamkeit ist gefragt. Wer sich im Straßenverkehr bewegt, muss erkennen, wer zu schnell von rechts oder links kommt, wer von hinten überholen will und wer vorne bremst.

Wer sich für einen anderen Menschen verantwortlich fühlt, macht sich Sorge, dass diesem Menschen im Straßenverkehr etwas zustößt. Berechtigte Sorgen machen sich die Eltern um ihre Kinder, die Erwachsenen um ihre alten Eltern, die Schwester um ihren blinden Bruder, der Ehemann um seine gehörlose Frau. Menschen sorgen sich um andere, die aufgrund von Alter oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht so aufmerksam sein können, wie es der heutige Straßenverkehr erfordert.

Das Leben ist kein Sorglospaket. Das gilt im Straßenverkehr und im Beruf, in Gesundheit und in Krankheit, für Singles und Verheiratete, für junge und für alte Menschen, für Reiche und für Arme. Zu dieser Erfahrung passt es nicht, was Jesus sagt:

„Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie? Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt?

Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen.“ (Mt 6,25-29)

Nein, das passt nicht zu unserem Bedürfnis, „auf Nummer Sicher zu gehen“. Wir müssen uns Sorgen machen, wenn wir die Straße überqueren; und mehr noch: Sorgen um unsere Nahrung und Gesundheit; um die persönliche und die gesellschaftliche Zukunft. Viele Menschen sagen: So etwas konnte Jesus nur denken und als Empfehlung aussprechen, weil er einen Fanclub älterer Damen um sich hatte, die gut für ihn sorgten. Nein, diesen Club hatte er nicht. Ebenso wenig war er dafür, sich keine Sorgen zu machen.

Was Jesus sagen will: Es gibt Leben in dieser Welt, das ihr, die Menschen, nicht geschaffen habt. Es geht den Vögeln und den Lilien gut, ohne dass ihr etwas dazu beisteuern könnt. Im Straßenverkehr müssen wir auf die Straße achten. Im Beruf müssen wir konzentriert arbeiten. In unseren Freundschaften und Partnerschaften müssen wir aufmerksam sein für die Bedürfnisse und die Situation des anderen. Gleichzeitig muss es Zeiten geben, in denen wir tatsächlich in die Luft schauen und entdecken können, was uns geschenkt wurde; oder auf den Boden und wahrnehmen, was blüht, ohne dass wir für die Farbe gesorgt haben.

Der Tag der Verkehrssicherheit appelliert an unsere Möglichkeiten und Fähigkeiten. Er fordert uns auf, wachsam durch das Leben zu gehen. Wenn wir für uns und für andere aufmerksam sind, können wir auch mutig in den Tag und durch den Tag gehen. Diese Aufmerksamkeit lässt uns dann sehen, was es alles gibt, ohne dass wir dazu beigetragen haben. Wer wachsam ist, entdeckt gute Gründe für menschlichen Mut zu sagen: Wir wagen es; das schaffen wir; den Weg und die Hürde nehmen wir. Wer wachsam ist, entdeckt ebenfalls gute Gründe für menschliche Demut zu sagen: Vieles ist uns geschenkt; da habe ich Glück gehabt; da ist es nochmal gut gegangen.

Dass es heute für Sie gut geht, wo und wie immer sie sich bewegen, wünscht Ihnen aus Münster P. Manfred Kollig.

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