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Hörmal | 18.03.2018 | 07:45 Uhr

An die Grenzen gehen

Heute enden in Pyeongchang [pj?ta?] die Paralympics. Nach den Olympischen Winterspielen haben hier in Südkorea insgesamt 48 Nationen mit über 550 Athleten bei den Paralympics um Medaillen gekämpft. Und wieder haben die deutschen Wettkämpfer gut abgeschnitten. Und was noch wichtiger ist: Bei beiden Spielen ging es echt spannend zu. Denn hier wie dort ging es um Wettkämpfe, um die Besten der Besten in den jeweiligen Disziplinen zu ermitteln. Dabei spielt letztlich ein körperliches Handicap keine Rolle, denn egal ob behindert oder nicht: Die Athleten geben alles, sie gehen auf volles Risiko, und sie gehen bis an ihre Grenzen – egal wo die auch jeweils sind! Gerade bei den Paralympics finde ich das so bemerkenswert: An die eigenen Grenzen zu gehen, mit oder genauer trotz einer Behinderung.

Das passt prima zu dem Maskottchen dieser Paralympics: Bandabi. Das ist ein asiatischer Schwarzbär und der taucht schon in den koreanischen Mythen auf. Darin werden ihm folgende Eigenschaften zugewiesen: ein starker Wille, Entschlossenheit und Tapferkeit.

Über Korea und die Paralympics hinaus haben diese drei Eigenschaften des Bandabi eine sehr viel grundsätzlichere Bedeutung. Sie gelten letztlich für jeden Menschen, ob mit oder ohne Behinderung:

Tapferkeit ist wichtig, um zu mir selbst zu stehen, so wie ich bin, mit allen Stärken und Schwächen, mit dem was ich kann und was ich nicht kann, eben ganz realistisch.

Entschlossenheit braucht es, um mich Herausforderungen zu stellen. Und da muss es nicht gleich ums große Ganze gehen. Manchmal ist es für mich schon eine Herausforderung, wenn ich mich morgens früh frage: Wie komme ich bloß durch den heutigen Tag?

Und ein starker Wille ist unverzichtbar, wenn ich meine eigenen Grenzen austesten will. Und das fängt da an, wo ich mich einfach selbst besser kennen lernen will, nach meinen Talenten frage, aber ebenso auch nach meinen Ängsten.

Nun ist das normale Leben natürlich kein ständiger Wettkampf. – Zum Glück. Aber wie es bei einem Wettkampf Gewinner und Verlierer gibt, so gehören Erfolg und Scheitern auch zum alltäglichen Leben dazu.

Ok – Erfolg und Gewinn schafft Zufriedenheit und Selbstbestätigung. – Aber wie ist es mit dem Scheitern? Wie ist es, wenn Tapferkeit, Entschlossenheit und ein starker Wille nicht ausreichten zum Erfolg oder ich sie erst gar nicht zum Einsatz gebracht habe?

Ich persönlich glaube ja, dass das Scheitern nicht nur zum Leben dazugehört, sondern ich durch mein Scheitern eigentlich sogar weiter komme. Das hört sich verrückt an und stellt alle Wettkampfziele auf den Kopf: Aber Scheitern bedeutet, einmal mehr etwas von mir selbst genauer erkannt zu haben, vor allem meine Grenzen besser zu verstehen. Und genau das ist wiederum die Voraussetzung dafür, mich neuen Herausforderungen zu stellen. Scheitern kann so zur Stärke werden. Übrigens: Das wusste auch schon der Apostel Paulus, der sich mit den Wettkämpfen seiner Zeit auskannte (vgl. 1 Kor 9,24-27) und von sich selbst sagte (2 Kor 12,10): „Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark!“

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