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Sonntagskirche | 02.10.2016 | 08:55 Uhr

Anleitung zum Fliegen

Einen wunderschönen Sonntagmorgen wünsche ich! Höret die wahre Geschichte, die sich zutrug vor über 200 Jahren, in einem hochromantischen Tal bei Düsseldorf. Dort wanderte Sonntag für Sonntag das Schulmeisterlein Joachim Neander, nach dem auch später dieses Tal benannt wurde.

Er wanderte dort mit seinen Freunden und sie dichteten. Von all den Gedichten, die Joachim Neander zu Papier brachte, hat keines überlebt, außer einem und es ist weltberühmt und wurde vertont.

Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren.

Die zweite Strophe dieses Liedes konnte ich nie leiden, denn dort heißt es: der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet.

Sicher geführet? Wie auf Adelers Fittichen? Das konnte ich nie leiden, bis ich lernte, was es mit diesem Bild des Adlers auf sich hat. Es ist nämlich einer Beobachtung entnommen, die schon vor vielen 100 Jahren die Wüstenbewohner machen konnten.

Der Wüstenadler hat sein Nest hoch oben in einem Felsen in der Wüste und wenn die Kinder, die sich wohlig geborgen im Nest fühlen reif sind fliegen zu lernen, geschieht etwas Grausames. Der Adler wirft sie aus dem Nest und wie ein Stein fallen sie hinunter. Während dessen fliegt der Adler seine Kreise und schaut zu. Und wenn er spürt, dass Junge kann noch nicht fliegen, es ist zu früh, dann stürzt er wie ein Pfeil hinab fängt es auf und trägt es zurück.

Am nächsten Tag dieselbe Prozedur. Das wiederholt sich so oft, bis es folgendes bergreift: Ich brauche keine Angst zu haben. Ich stürzte zwar ab, aber ich werde nicht zerschellen, denn meine Adlermutter kommt und fängt mich auf. Als es das begreift geschieht das Wunder. Es verliert die Angst breitet die Flügel aus und fliegt.

Die Liebe Gottes ist gleich der Pädagogik des Adlers. Nicht fürsorgliche Betüttelung und Verhütung von Abstürzen, sondern Anleitung zum Fliegen. Das Geheimnis der Liebe ist die Freiheit selber fliegen zu dürfen. Das geschieht aber nur, wenn ich begreife ich hab zwar Abstürze, aber ich werde niemals zu Grunde gehen.

Wir sind aufgehoben in der Liebe Gottes und unsere Seele kann nichts zerstören, auch nicht der Absturz in den scheinbaren Tod. Und im Garten des Lebens ist die Freiheit und die Liebe der beste Dung.

Dat sacht der bergische Jung Willibert Pauels, Diakon

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