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Kirche in WDR 2 | 25.04.2017 | 05:55 Uhr

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Anziehendes Deutschland

Autor:

„Wir schaffen das!“ Während zahlreiche Flüchtlinge Richtung Europa strömten, hatte dieser Satz Zuversicht und Aufbruchsstimmung vermitteln sollen. Inzwischen wissen wir allerdings: So einfach lässt sich die Verunsicherung in Deutschland nicht beseitigen.

Vielleicht hilft es aber, mal anders herum zu gucken. Und den Blick auf das zu richten, was wir haben. Was in unserem Land erreicht worden ist durch die bewährte Mischung aus menschlichem Einsatz und göttlichem Segen. Vielleicht hilft es auch, sich das mal von jemand anderem sagen zu lassen. Zum Beispiel von dem deutsch-iranischem Schriftsteller und Publizisten Navid Kermani. Er spricht über Deutschland und beginnt mit einem Zitat von Joachim Gauck:

O-Ton: „Dies ist ein gutes Deutschland. Das Beste, das wir kennen, sagte vor Kurzem der Bundespräsident. Ich kann dem nicht widersprechen. Welchen Abschnitt der deutschen Geschichte ich mir auch vor Augen halte, in keinem ging es freier, friedlicher und toleranter zu als in unserer Zeit.“

Autor:

Das ist doch schon mal viel wert. Tatsächlich können wir unserer Gegenwart vermutlich mehr abgewinnen, wenn wir sie mit der Zeit vor 70, 80 oder 100 Jahren vergleichen. Allerdings fühlen sich viele Menschen von der Sorge getrieben, ob das so bleiben wird. Ob das Erreichte nicht bedroht ist, wenn immer mehr Leute in unser Land kommen.

Andererseits:

O-Ton:

„Viele Millionen Menschen sind seit dem 2. Weltkrieg in die Bundesrepublik eingewandert - die Vertriebenen und Aussiedler berücksichtigt, mehr als die Hälfte der heutigen Bevölkerung. Das ist - auch im internationalen Vergleich - eine gewaltige demographische Veränderung, die das Land in einer einzigen Generation zu bewältigen hatte. Und ich meine, dass Deutschland sie insgesamt gut bewältigt hat.“

Autor:

Dabei kennt Navid Kermani die Probleme, benennt die sozialen, ethnischen und religiösen Konflikte, die Gewalt, den Terror und die gegenseitigen Vorbehalte verschiedener Gruppen. Aber er bleibt dabei nicht stehen. Sondern stellt fest, dass daneben auch viel Gutes geschafft und geschaffen worden ist. Denn

O-Ton:

„Ohne es eigentlich zu merken, hat die Bundesrepublik - und da sprech‘ ich noch gar nicht von der Wiedervereinigung - eine grandiose Integrationsleistung vollbracht.“

Autor:

Und deshalb ist der Satz des Bundespräsidenten, auf den sich Navid Kermani bezieht, tatsächlich zutreffend:

O-Ton:

„Dies ist ein gutes Deutschland, das Beste, das wir kennen. Statt sich zu verschließen, darf es stolz darauf sein, dass es so anziehend geworden ist.“

Autor:

Wir wissen: Hier kann man in Freiheit leben, sich bewegen, seine Meinung sagen, seine Religion ausüben. Das ist nicht selbstverständlich. Aber das macht unser Land aus. Das macht uns aus. Und es gibt uns die Chance, unser Land auch in Zukunft so zu gestalten, dass es anziehend bleibt. Für andere Menschen und auch für uns selbst.

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