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Sonntagskirche | 25.06.2017 | 08:55 Uhr

Auf Wiedersehen

Guten Morgen.

Da ist eine Frau.

Sie hat in ihrem Haus ein wertvolles Geldstück verloren.

Sie stellt alle Möbel um, verrückt Tische und Bänke,

bis sie das verlorene Geldstück wiedergefunden hat.

Und jetzt ist ihre Freude so groß,

dass sie alle ihre Nachbarinnen rausklingelt,

um mit ihnen ein ordentliches Kaffeekränzchen abzuhalten.

Die Frau kommt mir irgendwie bekannt vor.

Denn sowas passiert mir regelmäßig!

Nicht unbedingt mit Geld,

aber mit meinem Schlüssel.

Die Geschichte von der Frau, die das Geldstück sucht, steht in der Bibel.

Jesus hat sie erzählt, vor rund 2000 Jahren.

Warum erzählt er so eine Geschichte?

Wer ist diese Frau?

Und was ist das für ein Haus?

Hören wir, wie die Geschichte endet:

Der Himmel feiert ein Fest, genau wie die Frauen, erzählt Jesus.

Der Himmel feiert ein Fest,

wenn ein Mensch sich finden lässt.

Wenn einer sich beheimaten lässt.

Wenn einer ankommt.

Bei sich.

Bei Gott.

Im Leben.

So deutet Jesus die Geschichte.

Demnach wäre ich also gar nicht wie die Frau in der Geschichte.

Ich wäre wie das Zimmer, das sie auf den Kopf stellt.

Das Frauenzimmer.

Das Haus.

In dem ich mich eingerichtet habe im Laufe meines Lebens.

Und die Unruhe in dem Haus könnte daher rühren:

Beruflich bin ich schon irgendwo angekommen,

so manche Idee vom Leben hat sich schon erfüllt,

und so manche nicht ...

Und dann rumort es in mir.

Vielleicht ausgelöst durch einen Verlust,

eine Krankheit, einen Abschied.

Es fühlt sich an,

als hätte ich etwas verloren;

von meinem Vertrauen,

meiner Liebe,

meinem Glauben ...

und es rumort,

aber wer rumort denn da?

Die Frau!

Jetzt kommt die Frau ins Spiel!

Und die Frau ... ist Gott.

Und er / sie fängt an zu suchen.

In meinem Haus.

Denn sie hat da was verloren.

Ihr fehlt da was.

In meinem Leben.

Deswegen stellt sie es auf den Kopf.

Verrückt Möbel, schlägt die Teppiche beiseite,

staubsaugt die Wollmäuse weg,

um herauszufinden,

ob sich das kostbare Geldstück in irgendeiner Ecke auf dem Boden verbirgt,

öffnet Fenster und zieht die Jalousien hoch,

um besser sehen zu können.

Und gibt nicht Ruhe,

bevor sie gefunden hat in mir,

was sie so schmerzlich vermisst hat an mir.

Bevor sie den Staub weggewischt hat,

der mir die Sicht vernebelt.

Bevor sie die Schätze gehoben hat,

die noch unentdeckt schlummern in mir.

Bevor sie den Wert wiederhergestellt hat,

der mir verloren gegangen ist.

In der Krise Gott selbst am Werk.

Eine heilige Unruhe.

Wie gut ist das denn?

Wenn die Unruhe sein darf,

wenn ich nicht so tun muss, als wäre alles ruhig und in Ordnung,

wenn meine Unruhe heilig ist,

weil Gott sich darin zeigt, er auf der Suche ist,

lange bevor ich selbst angefangen habe zu suchen,

weil ihm was fehlt,

lange bevor ich gemerkt habe, dass mir was fehlt.

Er / Sie freut sich auf ein Wiedersehen.

Und der Kaffeetisch?

Ist schon längst gedeckt!

Einen Sonntag voller Wiedersehen und fröhlichem Kaffeeklatsch wünscht Ihnen Stephanie Brall von der evangelischen Kirche.

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