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Kirche in WDR 3 | 27.07.2015 | 07:50 Uhr

Auftakt der Fußball-Bundesliga Saison 2015 / 2016

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer.

Endlich ist es wieder soweit!

Seit letztem Freitag ist für die Einen eine langweilige Zeit zuende.

Und für die anderen rückt wieder eine für sie völlig überbewertete Sache in den Mittelpunkt.

Um was es geht?

Na, der Ball in der Fußball-Bundesliga-Saison rollt wieder.

Ja, ja, werden jetzt viele einwenden: es hat doch erst die Zweite Bundesliga begonnen.

Richtig! Aber wenn der eigene Herzens-Club eben nicht erstklassig spielt, dann ist der Auftakt zur zweiten Bundesliga eben relevant.

Und wer weiß, wo meine Fortuna aus Düsseldorf in der nächsten Saison spielen wird?

Ob nun erste oder zweite Bundesliga, Regionalliga, Kreisliga oder Straßenkick:

dass es beim Fußball um etwas Besonderes geht, besingen Die Toten Hosen in ihrem Lied „Auswärtsspiel“:

„Es ist egal, ob wir das Spiel verlieren, denn darauf kommt es nicht an.

Und ob das irgend jemand hier sonst kapiert, ist für uns nicht interessant,

.. uns ist egal, wer heute siegt! …, weil es um was anderes geht!“

Weil es um was anderes geht! Geht es ums Leben im Fußball? Ist Fußball letztendlich eine Glaubenssache?

Da halte ich es mit Papst Johannes Paul II., der gesagt haben soll: Fußball sei die wichtigste unwichtige Sache der Welt.

Mag sein, dass manche den Glauben an das Gute im Fußball sowieso verloren haben nach den Skandalen in der FIFA.

Lässt sich denn überhaupt etwas aus der Sicht des Glaubens an Gott zum Fußball sagen?

Vor vier Jahren fand in Köln die Domwallfahrt statt unter dem Titel „Eine runde Sache: Fußball wie Glaube“.

Und mitten im Programmheft traf mich ein Satz, ein Dazwischengrätschen wie auf dem Fußballplatz:

„Gott ist nicht rund und der Glaube keine runde Sache“.

Warum das so ist?

So wie man mit seinem Club hadert und ringt, wenn die Saison alles andere als rund läuft – als Zweitligisten-Fan kenne ich das nur zu gut –, so ist das Ringen um den Glauben an Gott auch nicht rund. Ist doch dieser Gott oft schwer zu fassen und zu begreifen.

Und noch ein Grund, warum Gott nicht rund ist: Beim vermeintlichen Fußballgott scheint das ja immer klar zu sein, auf wessen Seite er steht – auf der der Sieger. Bei Gott ist das anders, weil seine Gerechtigkeit anders ist.

Das heißt nicht, dass man sich über einen Sieg nicht von Herzen freuen soll.

Erfolg kann auch ein Name Gottes sein; denn schon in den Psalmen freut sich der Beter, dass er mit seinem Gott Mauern überspringt.

Aber dieser Gott ist eben auch ein Gott der Verlierer und Absteiger, ein Gott der verpassten Chancen und Möglichkeiten.

Gottes Zuneigung und Liebe sind unabhängig vom Tabellenplatz. So können die Fans vom FC aus vollem Herzen singen, dass sie, wenn es sein muss, auch durchs Feuer gehen mit ihrem FC Kölle.

Und als Fortuna-Fans aus Düsseldorf wissen auch Die Toten Hosen, dass es um was anderes geht.

Im Wissen darum, dass der Fußball eine der schönsten Nebensachen der Welt ist, sollte auch in der neuen Saison die Freude über den Sieg nicht zur Überheblichkeit werden. Und die Trauer über die Niederlage nicht zur Aggression.

Das wünscht Ihnen und sich für die neue Saison,

Peter Krawczack aus Düsseldorf.

Copyright Vorschaubild: Public Domain Pixabay

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