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Hörmal | 17.08.2014 | 07:45 Uhr

Berührungsgläubig

Autorin: Mit einem Fingerstreich kommunizieren. Wischen und tippen. Ein Smartphone reagiert auf zärtliche Berührungen. Berührung ist Kommunikation. Und wir sind Berührungstiere. Wir wollen anfassen, begreifen, ertasten. Und wir wollen berührt werden. Umsichtig, zärtlich, handfest. Gleichzeitig hindert uns die Technik daran, angerührt zu werden. Während ich ein Selfie – ein Selbstporträt - mit meinem Handy mache, verpasse ich gleichzeitig das Beste. Nämlich den Sonnenuntergang.

Kann man sich in Technik, in Künstliche Intelligenz verlieben? Ja, vermutet der Film „Her“. In einer nahen Zukunft lebt Theodor. Er ist ein sympathischer Romantiker. Aber irgendwie rühren sich die Menschen der Zukunft nicht mehr gegenseitig an. Sie haben keine Schnittstelle mehr. Beziehungen scheitern. Sie leben an einander vorbei in einer schönen, neuen Welt. Wo Menschen nicht mehr funktionieren, da funktioniert die neuste Technik.

Theodor kauft eine Software, die die perfekte Partnerin ersetzen soll. Alles beginnt mit ein paar harmlosen Fragen:

O-Ton: Monitor: Mr. Theodore ??? Das erste intelligente Operating System der Welt heißt Sie herzlich willkommen. Wir würden Ihnen gerne ein paar Fragen stellen.“

Theodore: „Okay.“

Monitor „Sind Sie gesellig oder eher ungesellig?“

Theodore „Ich denke, ich bin seit einiger Zeit ungesellig.“

Autorin: Nur einige Minuten später flackert der Monitor und Theodor hat seine Traumfrau Samantha immer im Ohr.

O-Ton: Samantha „Hallo, da bin ich.“

Theodore: „Hi“

Samantha „Hi, ich bin Samantha.“ ..Guten Morgen, Theodor, du hast in 5 Minuten ein Meeting,willst du nicht wenigsten versuchen aufzustehen?“

Theodore: „Du bist echt lustig.“

Samantha“Okay, gut, ich bin echt lustig.“…

Autorin: Samantha ist nicht nur lustig, sie kennt alle Kalendereinträge von Theodor, liest seine emails, und sie interessiert sich für alles, was er weiß, liebt und kennt. Theodor und dem Zuschauer fällt bald gar nicht mehr auf, dass diese Frau keinen Körper hat, sie kein Mensch ist. Die beiden geben ein so ideales Paar ab, dass man neidisch werden kann. Nur weil und vor allem wie sie miteinander reden. Kommunikation ersetzt die Berührung. Obwohl….

O-Ton: Samantha „Wie fühlt es sich an, jetzt und hier lebendig zu sein?“ „

Theodore:“ Ich wünschte, ich könnte dich umarmen. Ich wünschte, ich könnte dich berühren.“

Autorin: Dann kommt der Knackpunkt. Samantha lernt in Sekundenschnelle mehr und mehr. Die Software Samantha entwickelt ein komplexeres Bewusstsein als der unvollkommene Mensch Theodore es je haben kann. Er bleibt zurück, so wie ein Selbstporträt mit Handy. Weil er nicht mehr angerührt wird und nicht mehr andere Menschen berühren kann. In einer schönen, neuen Welt.

Berühren heilt. Das hat Jesus vorgelebt. In einer Zeit ohne Smartphones und künstlicher Intelligenz. Schon da waren Menschen krank und isoliert, weil sie nicht berührt, wahrgenommen wurden. Damit unsere Welt heiler wird, dürfen wir das nicht verkümmern lassen: Andere zu berühren, uns anrühren zu lassen. Sonst verlieben auch wir uns am Ende nur noch in Betriebssysteme.

Otöne aus Trailer „Her“ deutsch HD

https://www.youtube.com/watch?v=6Gb2gfXX454

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