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Kirche in WDR 2 | 24.10.2018 | 05:55 Uhr

Beten hilft

Dienstagnachmittag, ich komme gerade von einer Beerdigung nach Hause, da klingelt eine junge Frau an unserer Tür, weil sie mich sprechen will. Das ist erst mal nichts Ungewöhnliches für einen Pfarrer. Sehr ungewöhnlich aber ist das Anliegen dieser Frau. Sie macht sich nämlich Sorgen um ihre entlaufene Katze. Mit so einem Anliegen ist echt noch nie jemand zu mir gekommen.

Aber nun gut, einmal ist immer das erste Mal. Also bitte ich sie herein und lasse mir die ganze Geschichte erzählen.

Die junge Frau ist erst vor Kurzem in unsere Gemeinde gezogen. Nach einigen Wochen der Eingewöhnung hat sie nun vor 5 Tagen zum ersten Mal ihre Katze abends nach draußen gelassen. Und prompt ist die nicht wieder nach Hause gekommen. Nicht an jenem Abend, nicht am nächsten Morgen und auch nicht in den Tagen seitdem. Alles Suchen und Fragen ist vergeblich geblieben. Und jetzt weiß die Frau nicht mehr, was sie noch machen soll.

Ehrlich gesagt weiß ich das in diesem Moment auch nicht so recht. Nachdem sie mit ihrer Geschichte fertig ist, habe ich den Eindruck, dass sie alles gemacht hat, was man in so einem Fall machen kann. Das Einzige, was ich ihr anbieten kann, ist: Für die Katze zu beten. Denn Gott ist ja nicht nur für die Menschen zuständig, sondern für die ganze Welt. Einschließlich der Tiere.

Also gehen wir zusammen in die Kirche, zünden eine Kerze an und beten gemeinsam lange und ausführlich. Für die Katze - wo immer sie gerade steckt und wie immer es ihr gerade geht. Aber auch für die junge Frau und für alle anderen Menschen, die sich Sorgen um dieses Tier machen. Dass Gott die Menschen begleitet in diesen Tagen der Ungewissheit. Sie tröstet, ihnen Hoffnung gibt und auch genügend Kraft und Zuversicht, damit sie mit der Situation klarkommen.

Als wir fertig sind, meint die Frau, dass es ihr schon deutlich besser geht. Ich drücke ihr noch die Kerze in die Hand, die wir angezündet haben. Dann geht sie nach Hause. Während ich zusehe, dass ich schleunigst zu meinem nächsten Termin komme.

Und ob Sie’s glauben oder nicht: Am nächsten Morgen steht die Katze dieser jungen Frau in aller Herrgottsfrühe bei ihr vor der Tür. Mit einer kräftigen Bisswunde, aber nichts, was lebensgefährlich wäre.

So, und jetzt kommt die Preisfrage: Ist das nur Zufall gewesen und wäre die Katze auch wiedergekommen, wenn wir nicht gemeinsam gebetet hätten? Oder sind Sie bereit, nach dem, was ich erzählt habe, neu über das Beten nachzudenken? Und diesem Thema eine neue Chance in Ihrem Leben zu geben?

Denn egal, was Ihnen gerade fehlt und um wen Sie sich Sorgen machen - der jungen Frau jedenfalls hat das Beten gut getan. Und ich kann keinen Grund erkennen, warum es bei Ihnen weniger bewirken soll als bei dieser Frau.

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