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Kirche in WDR 2 | 17.08.2018 | 05:55 Uhr

Bis auf die Knochen blamiert

Also raus. Nix mehr mit Deutschland in der Fußballweltmeisterschaft. Der Traum ist geplatzt. Dieses Jahr in Russland. Tja.

Ok. Jetzt muss man ja nicht in alten Wunden wühlen. Auf kirchlichen Sendeplätzen schon gar nicht. Nur – was ich echt nicht kapiert habe: Warum hat man - wie selbstverständlich – gelesen: Die deutsche Mannschaft hat sich blamiert bis auf die Knochen.

Der Radioreporter hat in seiner Liveübertragung dauernd von einer Demütigung gesprochen. Demütigung? Blamage? Hallo? Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat verloren. Ja und? Die Anderen sind besser gewesen, „wir“ schlechter.

Wir. Vielleicht ist es das. Das Wir. Wir sind Weltmeister gewesen.

Also ich quasi auch. Obwohl ich mit Fußball zugegebenermaßen nicht viel am Hut hab´. Stimmt, irgendwie hat das auch was, mit zu den Siegern zu gehören.

Na ja. Und jetzt mit zu den Verlierern zu gehören – wer will das schon?

Ich meine: 0:2 gegen Südkorea. Eben. Auch doof.

Ok. Dann habe ich also quasi in Russland bei dieser Weltmeisterschaft gegen Südkorea auch verloren und bin rausgeflogen. Nicht schön. Aber kann ich mit leben. Ehrlich gesagt.

Gedemütigt, blamiert, also beschämt fühle ich mich nicht. Vielleicht eher so etwas wie wieder ins angemessene Maß gebracht, - „zurechtgeruckelt“, sagen manche.

Weil: Offensichtlich habe ich die Idee gehabt von: Das angemessene Maß ist dem ehemaligen Weltmeister abhanden gekommen.

Vielleicht mit so einer Denke wie: „Wird schon: Wir sind ja sowieso die Besten – wenn´s drauf ankommt.“ Ok. Mit dem heimlichen Gedanken „sowieso“ besser zu sein, ist der Touch down unvermeidlich. Niemand ist sowieso besser. Und schon gar nicht immer.

Wir, ich bleibe Mensch. Wie du. Mit Stärken und Schwächen, die auch noch an verschiedenen Tagen verschieden sind und von tausend Dingen abhängig.

Ich glaube, es geht darum, dem Traum zu entsagen, mehr als ein Mensch zu sein.

Niemand gewinnt immer. Niemand verliert nur.

„Immer“ und „nur“ sind Eigenschaften Gottes. Menschen bleiben instabil, abhängig, verletzbar. Und: fähig zur Veränderung. Also auch die deutsche Nationalmannschaft.

Also: Ich quasi.

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