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Kirche in WDR 2 | 28.12.2016 | 05:55 Uhr

Brief an die Könige

Letztes Jahr haben meine Töchter bei den Sternsingern mitgemacht. Sie wissen schon: Die größte Spendensammelaktion von Kindern für Kinder in der Dritten Welt. Am Anfang waren sie hoch motiviert: Die schönen Kostüme, die Kronen im Haar und die Aussicht, mit Freundinnen um die Häuser zu ziehen. Also stiefelten sie los, von Haus zu Haus. Das Prozedere: Klingeln, das Lied von den Heiligen Drei Königen singen, um eine Spende bitten und das Haus segnen. Aber je mehr Menschen ihnen die Tür vor der Nase zuschlugen, desto ernüchterter wurden sie.

Aber dann kamen sie an ein Haus, was vielleicht den Ausschlag gab, beim Sternsingen wieder mitzumachen. Niemand war da, aber die Bewohner hatten die Sternsinger trotzdem erwartet. Sie hatten einen Brief an die Tür geklebt. Darin stand: „Liebe Sternsinger, danke, dass Ihr gekommen seid. Leider sind wir nicht zu Hause. Das Geld für Eure Spendenaktion findet Ihr in dem Umschlag. Danke für den Segen und viel Erfolg!“ Die Kinder waren begeistert. Und natürlich brachten sie über der Tür den Segen an.

Ich will da nichts beschönigen: Sternsingen kann für Kinder frustrierend sein. Immer wieder gibt es Leute, die die Kinder abweisen und wegschicken, wenn sie an der Tür klingeln. Der Brief dagegen war für die Sternsinger eine tolle Erfahrung. Er hat meinen Töchtern Mut gemacht.

So ein Brief ist zwar die Ausnahme. Doch das Tolle ist ja: Im Grunde überwiegt nicht der Frust, sondern die Ermutigung durch all die Menschen, die ihre Türen öffnen, die Lieder hören und sich über den Besuch der kleinen Könige freuen. Manchmal schenken sie den Kindern auch Süßigkeiten als kleine Belohnung für ihren selbstlosen Einsatz. Das schönste Geschenk aber ist das Lächeln und die Freude in den Gesichtern der Menschen, die sich über die Sternsinger freuen.

Diese Erfahrung ist für meine Kinder sehr wichtig, finde ich. Sie bringen eine wichtige Botschaft und klopfen mutig an Türen. Wildfremde Menschen hören ihnen zu, nehmen ihr Anliegen ernst und machen mit. Meine Töchter spüren dabei: Ich kann etwas bewegen in der Welt – auch wenn ich noch klein bin. Menschen, die Kindern diese Erfahrung schenken, die öffnen nicht nur ihre Türen, sondern auch ihre Herzen. Beste Voraussetzung also, dass der Segen ein ganzes Jahr hält.

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