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Hörmal | 17.12.2017 | 07:45 Uhr

Countdown für Weihnachten

Der Countdown läuft: In sieben Tagen ist Heiligabend. Diesmal ist die Adventszeit aber auch extrem kurz, gerade einmal drei Wochen. Und jetzt, eine Woche vor Heiligabend, nehmen der Stress und die Hektik bei vielen sicherlich noch zu.

Weihnachtsbesuche wollen geplant sein, wer, wann, wo bei wem sein muss, möchte, kann oder wird: die Kinder bei den Eltern, dann auch noch bei den Schwiegereltern; die Großeltern bei den Enkeln usw. Und die Vorbereitung des Festessens will organisiert sein: Was muss ich nicht noch alles einkaufen zum Fest der Feste? Und natürlich das Abarbeiten der Wunsch- und Geschenkeliste: Wer bekommt nochmal was? Finde ich auch das Richtige? Die Erwartungen gegenüber den Geschenken und an solchen Festtagen überhaupt, die sind immer enorm hoch. Kein Wunder, dass an Heiligabend die meisten Familienstreitigkeiten ausbrechen. Aber es hilft nichts: Der Countdown bis Heiligabend, der läuft!

Ich will aber jetzt den Stress nicht noch erhöhen, sondern ganz im Gegenteil. Ich will von einem anderen Countdown erzählen, der jedes Jahr vor Weihnachten abläuft und heute am 17. Dezember beginnt. Zugegeben, der Countdown stammt mitten aus der christlichen Tradition, ist über 1300 Jahre alt und hat auch mit einer Wunschliste zu tun. Es ist ein liturgischer Countdown. Er wird ab heute in vielen katholischen Kirchen zelebriert, z.B. in meinem Kloster in Duisburg-Hamborn. Nun, diese liturgische Wunschliste ist alt und daher geht es auch um zeitlose Wünsche – mehr noch: es geht um urmenschliche Sehnsüchte.

Sie werden als kurze Bittrufe gesungen – ursprünglich natürlich in Latein – und beginnen alle gleich mit einem tiefen Sehnsuchtsseufzer. Dann schließt sich ein Gedanke an, der auf Gott Bezug nimmt, und endet schließlich in der Bitte, dass Gott doch endlich kommen soll, um den Menschen beizustehen. Bis Heiligabend jeden Tag ein anderer Bittruf – so der christliche Countdown.

Heute eben, am 17. Dezember, heißt der erste Bittruf in abgekürzter Form: „O Weisheit … Komm, uns den Weg der Klugheit zu lehren.“

Wie oft habe ich mir das schon gewünscht, wirklich sehnsüchtig gewünscht: O Weisheit, die die Welt lehrt, klug zu handeln. Das könnte die Welt doch gerade heute gebrauchen – ob bei den aktuellen Problemen im Nahen Osten oder bei der Regierungsbildung in unserem Land, ob bei den Weihnachtsvorbereitungen oder einfach nur bei meiner täglichen Arbeit. O Weisheit!

Weisheit ist nicht nur im Christentum eine der Charaktereigenschaften Gottes und steht für Gott selbst. Und deshalb bin ich davon überzeugt: Überall dort, wo Weisheit erfahren wird, da kann man auch etwas von Gott erfahren – weit über die Grenzen der Kirche und der Christenheit hinaus. Und umgekehrt gilt für mich: Der sehnsüchtige Ruf nach Weisheit, der ist im Tiefsten ein Ruf nach Gott, auch wenn derjenige oder diejenige, die danach rufen, nicht an Gott glauben oder an ihn denken.

„O Weisheit … Komm, uns den Weg der Klugheit zu lehren.“ – Der erste von sieben Bittrufen an den letzten sieben Tagen vor Heiligabend.

Der Countdown bis Heiligabend läuft. Also was wäre noch weise und klug zu tun?

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