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Kirche in WDR 2 | 01.07.2016 | 05:55 Uhr

CSD: anders leben

Heute startet in Köln der Christopher Street Day. Die jährliche Veranstaltung gegen Diskriminierung und für Gleichberechtigung von Homosexuellen.

Lange waren auch in Deutschland homosexuelle Handlungen strafbar. Das ist zum Glück vorbei. Vor allem die Kirchen taten sich lange schwer zu begreifen, dass nicht jeder Mensch heterosexuell ist, dass manche Menschen anders sind.

Viele fragen heute: Woher kommt das? Ich erkläre mir das so:

Die Menschheitsgeschichte zeigt, dass Religion entstanden ist, weil die Menschen ihre Ängste verarbeiten wollten. Mit Trommeln, Musik, Tanz. Sie hatten nicht nur Angst vor wilden Tieren, Geistern oder dem Tod, sondern ihnen war auch ihre Sexualität unheimlich. So entwickelten alle Religionen feste Vorstellungen, wie das Zusammenleben von Geschlechtspartnern zu regeln sei.

Die Entwicklung mündete in der Monogamie, eine Frau und ein Mann, Punkt. Homosexualität oder andere Formen der Sexualität machten Angst, also wurden sie verboten, gar als Sünde bezeichnet.

Vielen ist das heute unverständlich – zu Recht. Manche Religionsvertreter aber können sich von diesen Vorstellungen nur schwer verabschieden. Sie fürchten nicht selten dabei um den Kern ihres Glaubens – als würde dies zu seiner DNA gehören. Ich denke, da schwingen dann genau die alten Ängste mit wie schon zu Urzeiten. Ich denke aber, zum Kern jeder Religion gehört genau das Gegenteil: nämlich gerade keine Angst mehr zu haben. Jesus sagt das immer wieder: Fürchtet Euch nicht! Habt keine Angst.

Und das bedeutet doch auch: Ich brauche keine Angst vor denen haben, die anders sind als ich!

So ist das Motto des diesjährigen Christopher Street Days optimal. Genau darauf kommt es an: „anders leben“. Nicht voller Ängste, Vorurteile, Ausgrenzungen, sondern mit Respekt voreinander. Der Herrgott hat uns Menschen verschieden geschaffen, jede und jeder ein Unikat. Unseren Kindern in der Gemeinde sage ich oft: jeder Mensch ist mehr wert als alles Gold der Welt. Egal wie schlau oder dumm er ist, wie dick oder dünn, wie reich oder arm. Egal wie er lebt, so oder anders, so ist das Motto des CSD: „anders leben“! Ein guter Anlass, die gleiche Würde aller Menschen ins Gedächtnis zu rufen. Anders - aber zusammen leben, am besten auch zusammenhalten. Ohne Angst!

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