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Kirche in WDR 4 | 08.07.2017 | 08:55 Uhr

Dankbar und froh

Guten Morgen!

Es gibt viele Möglichkeiten, einen Tag gut zu beginnen. Wenn mir danach ist, lese ich morgens manchmal den Losungstext der Herrnhuter Brüdergemeine. Den gibt´s jedes Jahr gedruckt oder im Internet oder auch als App fürs Smartphone. (1) Für jeden Tag wird ein Bibelvers ausgelost. Heute steht da ein Vers aus dem 118. Psalm:

Sprecher: „Dies ist der Tag, den Gott, der HERR macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.“

Freude und Fröhlichkeit klingen nach den richtigen Begleitern durch einen neuen Tag. Doch warum dies der Tag sein wird, den Gott macht, das verrät mir der Losungstext nicht. Vielleicht finde ich die Antwort ja im Psalm. Insofern sind die Losungen der Herrnhuter auch ein guter Anlass, mal wieder die Bibel in die Hand zu nehmen.

Ich schlage also Psalm 118 auf und lese den ersten Vers:

Sprecher: „Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.“

Der Psalmbeter berichtet da von allerlei Bedrängnis und dass Gott ihn gerettet hat.

Sprecher: „Ich danke dir, dass du mich erhört hast und hast mir geholfen“,

lese ich. Kurz darauf kommt der Vers der Losung:

Sprecher: „Dies ist der Tag, den Gott, der HERR macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.“

Darum also geht es. Um Freude und Fröhlichkeit, weil Gott aus großer Not gerettet hat. Das ist es also, was diesen Tag so besonders macht.

Jetzt möchte ich es noch genauer wissen und schlage im Lexikon der Deutschen Bibelgesellschaft im Internet nach. Da steht: Psalm 118 gehört zu einer größeren Einheit von Gebeten. In allen geht es darum, dass Gott das Volk oder einen Einzelnen rettet. Zum Beispiel beim Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Da zogen sie durchs Schilfmeer ohne zu ertrinken. Bei ihrer Wanderung durch die Wüste erhielten sie Brot und Wasser und zogen am Ende ein in das von Gott versprochene gelobte Land.

Tage, die Gott, (der HERR) gemacht hat; an denen sich das ganze Volk freute und fröhlich war!

Doch die Texte der Bibel erzählen nicht nur längst vergangene Geschichten. Sondern sie erzählen immer wieder von Erfahrungen, die die Menschen zu allen Zeiten an allen Orten machen. Geschichten von Flucht und Vertreibung, von Heimatlosigkeit und neue Heimat finden, von Streit und Krieg, von Frieden und Versöhnung.

Und in allem Spuren von Gottes Handeln.

Sprecher:

Wer ist wie der HERR, unser Gott,

im Himmel und auf Erden?

Der den Geringen aufrichtet aus dem Staub

und erhöht den Armen aus dem Schmutz,

der die Unfruchtbare im Haus wohnen lässt,

dass sie eine fröhliche Kindermutter wird. (Psalm 113)

Ein anderer Psalm, ein anderes Gebet in der Bibel. Die Sprache ist ein wenig altertümlich, doch der Dank über Gottes Hilfe in ausweglosen Situationen ist zeitlos. Gott richtet die Getretenen wieder auf und gibt den Armen ihren Anteil. Die Unfruchtbare bekommt Kinder. Ein solches Wunder ist wie jedes andere Wunder, das Gott im Elend vollbringen kann, ein Grund zur Dankbarkeit. Darüber will ich gern heute nachdenken – und vielleicht mögen Sie es auch tun: Wofür kann ich dankbar sein. Wo habe ich schon einmal das Gefühl gehabt, da hat Gott mir geholfen?

Heute einmal darüber nachzudenken lädt Sie ein

Ihre Mareike Heidenreich aus Münster.

( 1 ) www.losungen.de

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