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Sonntagskirche | 05.02.2017 | 08:55 Uhr

Dankbar

Guten Morgen!

Wir sind gerade von einem Geburtstagsbesuch zurückgekommen. Der Bruder meiner Frau, also mein Schwager, feierte seinen 70. Geburtstag. Später sitze ich noch länger alleine in der Küche und lasse das Erlebte Revue passieren.

Vor einem halben Jahr hatte er einen schweren Fahrradunfall. Gehirnblutung trotz Fahrradhelm. Lange lag er im Koma. Für niemanden erreichbar. Dabei hatten wir uns zwei Tage vorher noch getroffen. Von heute auf morgen kann alles ganz anders sein. Nach dem ersten Besuch bei ihm im Krankenhaus war ich mehr als hoffnungslos. Kaum vorstellbar, dass er wieder gesund werden könnte.

Doch langsam und fast nicht wahrnehmbar formte er erste Worte. Er betete bewusst das Vaterunser mit und sagte deutlich vernehmbar „Amen!“ Eine seiner Töchter hat ein Fotobuch zusammengestellt. Es zeigt den Weg seiner langwierigen und zugleich unglaublichen Heilung und trägt den Titel: „Die Geschichte einer Auferstehung“.

Und jetzt diese Geburtstagsfeier zum siebzigsten. Das war für uns alle wie ein Wunder. Das hatte niemand erwartet. Kein Arzt hatte das für möglich gehalten. Dankbar und gesund konnte mein Schwager seine Geburtstagsgäste begrüßen. Er dirigierte sogar wie eh und je einen Sponti-Chor.

Klar, dass wir – die Familie und die vielen Freunde - diesen Geburtstag wie eine große Dankesfeier gefeiert haben. Wie schön, ihn so lebendig zu sehen. Und was für ein Gefühl, Zeuge von so einem Wunder geworden zu sein.

Aber abends in der Küche fragte ich mich: Braucht es erst solche Katastrophen, damit ich dankbar bin für das Leben, das mir geschenkt ist – und für das der anderen, die mir nahe sind? „Lobe Gott, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“. (Psalm 103,2) Das steht in der Bibel. In einem alten Dankgebet. - Danken hat mit Nachdenken, mit Erinnern zu tun. Vielleicht bin ich deshalb oft so frustriert und unglücklich, weil ich immer wieder vergesse, was mir alles geschenkt wurde. Ich habe mich einfach daran gewöhnt: An 70 Jahre Frieden. An den Wohlstand. Ich habe niemals Hunger gelitten und hatte immer ein Dach über dem Kopf. Aber all das ist eben nicht selbstverständlich, sondern täglich neu ein Grund, dankbar zu sein.

Dankbar sein – das fängt mit dem Nachdenken an. Oder anders gesagt: Nur wer nachdenkt, wird auch danken! Und damit zufriedener. Das ist die Allerweltsweisheit. Und christlich gibt’s noch eine wichtige Hilfestellung in Sachen Dankbarkeit: Gott täglich mindestens einmal von Herzen danken und loben für das, was er mir Gutes getan hat. Dann werde ich mich nicht an das Gute gewöhnen, sondern es jeden Tag neu entdecken. Und mein Herz wird zufriedener.

Falls Sie an diesem Morgen noch keinen wirklichen Grund zum Danken gefunden haben sollten, könnten Sie ja vielleicht einmal ihr Schokoladen-Nougat-Glas anschauen. Heute ist nämlich der Welt-Nutella-Tag, den Sara Rosso 2007 ins Leben gerufen hat. Sie wollte damit alle Fans dieses süßen Brotaufstrichs dazu aufrufen, ihre Vorliebe an diesem Tag kreativ zu feiern. Wenn das kein Grund zum schmunzelnden Danken ist.

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