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Kirche in WDR 2 | 08.03.2016 | 05:55 Uhr

„Das dauert ja eine Ewigkeit...“

Ich stand neulich mit meiner Frau am Bahnsteig und die Deutsche Bahn verstand die Abfahrtzeiten auf dem Fahrplan mal wieder eher als so eine Art Serviervorschlag. Man kennt das - und meine Frau meinte:

Rolle: „Oh Mann, das dauert ja eine Ewigkeit.“

Ich dachte kurz über diesen philosophischen Einwurf meiner Frau nach und erwiderte dann:

Rolle: „Nein.“

„Was?“

„Nein, wenn Du das Warten meinst, dann dauert es keine Ewigkeit, weil es hat auch angefangen.“

Wahrscheinlich gucken sie jetzt auch so aus der Wäsche wie meine Frau. Also, ich muss das erklären: Nach hinlänglicher Meinung ist die Ewigkeit ja etwas, was nicht aufhört, das aber ist nur die halbe Wahrheit, denn die Ewigkeit ist auch etwas, was nie anfängt.

Oder angefangen hat. Oder anfangen wird.

Daran sehen sie schon: Eine Vorstellung ohne Zeit ist eine, die bei uns nicht vorkommt; es ist nicht denkbar! Das System auf Erden ist endlich. Unendlichkeit ist für uns unverstehbar und ich glaube auch unerträglich.

Im Christentum gibt es ganz viele Vorstellungen, die man mit dem menschlichen Denken nicht erfassen kann: Gott ist einer aber auch irgendwie drei, Jesus ist Gott, aber auch irgendwie Mensch, die Sünde ist besiegt aber irgendwie sündigen wir ja doch noch; oder eben: Wenn wir tot sind kommen wir zu irgendeinem Ort der irgendwie weder angefangen hat noch aufhört.

Dies sind Vorstellungen, an die kann man nur glauben. Es gibt aber leider immer noch viele Menschen, die meinen, man könnte die wissen, man könnte sogar wissen dass diese Vorstellungen richtig sind und andere falsch!

Das sind Leute, die wissen immer so viel – die wissen wer in den Himmel kommt und wer nicht, die wissen was Gott genau will, was der gut findet und was der schlecht findet – glauben tun die eher weniger, hab ich den Eindruck.

Es gibt aber Vorstellungen im Glauben, die kann ich sehr wohl mit dem Verstand erfassen: zum Beispiel Nächstenliebe. Das ist einfach zu verstehen und jetzt und hier umsetzbar. „Liebe Deine Nächsten – wie Dich selbst“. Klare Aufgabe für jeden Christen. Ganz konkret. Und das bedeutet für mich.

Unser Auftrag ist es nicht rauszufinden, wie es im Himmel aussieht, sondern daran zu arbeiten, das Hier und Jetzt besser zu machen, es zum Reich Gottes zu machen.

…und am besten nicht eine Ewigkeit warten, damit anzufangen.

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