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Kirche in WDR 2 | 09.10.2015 | 05:55 Uhr

Das Domforum rockt

Rock am Dom? Nie gehört? Sollten Sie aber mal hören, bzw. anhören! Heute Abend wäre mal wieder die Chance dazu. Jeden 2 Freitag im Monat findet im Kölner Domforum nämlich Rockmusik statt mit Dom-Blick. Mit dieser Aussicht wollen mittlerweile so viele Bands spielen, dass es auf Facebook lange Bewerbungslisten gibt. Und das findet so viele Zuhörer, dass regelmäßig wegen Überfüllung vorzeitig geschlossen werden muss. Wer an einem Abend wie heute am Domforum vorbei geht und das Kondenswasser an den großen Fensterflächen rinnen sieht, während drinnen satte Rockklänge wummern, der wird sich nicht wundern, dass das Kölner Domforum eine Erfolgsgeschichte ist.

Und die begann vor fast genau 20 Jahren. Damals hat das Erzbistum Köln das Domforum eröffnet: mitten in der City, gegenüber von Deutschlands Wahrzeichen Nummer 1, dem Dom, als einem offenen Ort der Begegnung. Citypastoral heißt das Zauberwort in der Kirchensprache, aber hier ist das kein fauler Zauber, sondern funktioniert. Über 7 Millionen Menschen haben das Domforum seit der Gründung besucht, nicht nur Touristen, sondern vor allem einfache Passanten. Die kommen zu den über 400 Veranstaltungen, die hier jährlich stattfinden; von Vorträgen, Kirchenführungen über Ausstellungen und eben Konzerten. – oder um im Raum der Stille etwas zu verschnaufen. Manche suchen das Gespräch mit einem der 17 Mitarbeiter und 20 Ehrenamtlichen – über Gott und die Welt. Das Angebot ist extra so gehalten, dass sich hier Kirche niemandem aufdrängt. Man kann auch einfach dasitzen und einen Cappuccino schlürfen. Wer aber das Gespräch sucht, der wird es hier finden. Auch Gespräche mit Tiefgang. Ein echter Zuhörladen ist das – im besten Sinne.

Ich selbst arbeite in der Kölner Innenstadt und suche immer wieder das Domforum gerne auf, wenn ich etwas aufatmen will, zum Beispiel wenn im Kino, das es im Domforum auch gibt, mittags in der Fastenzeit Kurzfilme laufen und mir eine kleine, anregende Unterbrechung für den Tag geben. Und oft war ich beeindruckt von den Themenabenden, weil hier Menschen jeglicher Couleur ins Gespräch kommen: angstfrei und kontrovers. So stelle ich mir Kirche vor! Denn was das Domforum hier macht, das ist ungemein wichtig: Menschen zusammen zu bringen, ganz dezent, nicht aufdringlich, aber dennoch ambitioniert. Kirche – mal anders!

Übrigens: Solche Arbeit macht die evangelische und katholische Kirche mittlerweile in nahezu jeder Großstadt und mich freut, dass es immer mehr dieser Anlaufstellen gibt. Ich achte jedenfalls bei Besuchen in anderen Städten immer mehr auf solche Tankstellen für die Seele. Aber sie sind eben nicht nur für die Seele gut, sondern auch für Herz und Hirn oder auch für eine ordentliche Portion Rockmusik wie heute Abend, wenn wieder zu Füßen des Kölner Doms gespielt wird.

Copyright Vorschaubild: wikimedia Domforum-Köln CC Namensnennung 3.0 nicht portiert

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