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Kirche in WDR 4 | 27.10.2018 | 08:55 Uhr

Das gönn ich mir – Gottesdienst

Guten Morgen,

wenn man will, kann man am Sonntag in den Gottesdienst gehen. Nicht immer – aber meistens, findet er ganz in der Nähe statt. An einem durchschnittlichen Sonntag treffen sich in den evangelischen Kirchen im Bereich des Rheinlandes rund 70.000 Menschen zu Gottesdiensten, am Heiligen Abend sind es mehr als 700.000. Unterschiedliche Generationen kommen hier zusammen. Und sie sind nicht einfach nur Zuschauer, sondern sie sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Was erleben sie in einem Gottesdienst? Was geschieht da?

Im Gottesdienst höre ich Worte, die ich mir nicht selber sagen kann. Ich kann mir manchmal nicht selber weiterhelfen. Ich komme oft allein nicht weiter. Ich kreise um mich selber, um meine Gedanken und meine Stimmungen. Nicht selten werde ich anderen Menschen nicht gerecht. Vergeben kann ich mir aber nicht selbst. Erlösen kann ich mich nicht selbst. Retten kann ich mich nicht selbst. Gott sagt Worte, die ich mir nicht selbst sagen kann. Gott rodet den Dschungel meines Herzens und bestellt den Acker meines Lebens.

Im Gottesdienst nehmen die Gläubigen die Welt ins Gebet. Das tut gut. Das, was die Welt erschüttert, was zum Himmel schreit, und all das, was mich fast verstummen lässt, wird hier vor Gott gebracht. Und das, was ich nicht laut aussprechen kann und will, sage ich Gott in der Stille.

Im Gottesdienst erlebe ich, wovon die Kirche lebt. Sie lebt von dem Wirken Gottes. Der Geist Jesu Christi berührt mich. Der Geist, der Brücken baut, der niemanden aufgibt, der ein Herz für die gefährdeten und schutzlosen Menschen hat. Dieser Geist Jesu setzt mich in Bewegung. Ich lerne anders zu denken und bekomme immer wieder Mut zu ersten kleinen Schritten, zum Tun.

Im Gottesdienst werde ich gesegnet. Segnen, so sagte der Theologe Dietrich Bonhoeffer einmal, Segnen heißt: „…die Hand auf etwas legen und sagen: du gehörst trotz allem Gott.“ (DBW 16, 657f.) So ein Segen tut mir persönlich sehr gut.

Und dann die Musik - Balsam für die Seele! Ich singe oft Liedverse, die mich berühren und die ich mitnehme in die neue Woche. Am letzten Sonntag war es zum Beispiel dieser Liedvers: „Wo ein Mensch Vertrauen gibt, nicht nur an sich selber denkt, fällt ein Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht.“

Gottesdienste gibt es schon seit langem in vielfältigen Formen und an den unterschiedlichsten Orten: ob Familiengottesdienste, kirchenmusikalische Gottesdienste, Kinder- oder Jugendgottesdienste, die Angebote sind sehr vielfältig und sind nicht nur auf den Sonntagmorgen beschränkt. Gottesdienste finden nicht nur in Kirchen statt, sondern im Sommer auch im Grünen. Sie werden in Kindertagesstätten, in Schulen, in Jugendhäusern, im Krankenhaus und im Gefängnis gefeiert. Und man kann sie selbstverständlich auch am Radio oder am Fernseher mitfeiern. Und sich so eine heilsame Unterbrechung des Alltags gönnen.

Ich freue mich auf meine Auszeit vom Alltag – morgen, im Gottesdienst,

Ihr Präses Manfred Rekowski aus Düsseldorf.

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