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Kirche in WDR 2 | 16.02.2018 | 05:55 Uhr

den etwa auch?

Tja. Alles nicht so einfach.

Mit Recht und Unrecht. Und was mit denen zu machen ist, die Unrecht begehen.

Mit dem Wunsch „die Täter, wegzusperren; und zwar für immer“, wie damals der ehemalige Kanzler Schröder, reagieren viele auf grausame Taten.

Oder mit „Rübe ab“ Rufen fordert mancher die Todesstrafe bei besonders gewalttätigen Verbrechen.

Schon klar.

Je grausamer, je unvorstellbarer, je kälter die Tat, umso größer ist der Wunsch nach Rache, - und Sicherheit.

Beides ist gut nachvollziehbar.

Nach bundesdeutschem Verständnis ist es mit dem Recht ähnlich wie mit der Feindesliebe, von der Jesus spricht:

„Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters seid im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte.“ (Matt.5, 43-45)

Mmh. Das kann ich leicht gut und richtig finden, wenn es mich nichts kostet.

Wenn ich nicht betroffen bin. Von der bösen Tat.

Bin ich betroffen, bin ich Opfer eines Täters, kann das eine echte Zumutung sein.

Ähnlich wie die das deutsche Recht.

Es stellt - gottseidank – Prinzipen über Personen.

Das heißt konkret: Das Recht, gilt auch für den, der das Recht bricht.

Man kann das ungerecht finden.

Und - es ist eines unseren höchsten Güter, weil es Ernst macht mit der Würde, die man nicht verlieren kann. Weil sie letztlich Gabe Gottes ist.

Das heißt nicht: Straffreiheit.

Aber - es unterscheidet zwischen Tat und Täter.

Und begrenzt meinen Wunsch nach Rache und Vergeltung.

Gottseidank. Weil ich eben nicht Herr bin über Leben und Tod, weil ich eben nicht Gott bin.

Feindesliebe heißt: Liebe auch den, der Liebe verletzt, Böses tut, sich in jedweder Weise gegen die Liebe stellt.

Gut.

Das ist, wie gesagt, manchmal eine Zumutung.

Auf einem Aufkleber las ich: „Gott liebt auch die Arschlöcher“

Eben. Gott liebt.

Ich kann und will das nicht immer, muss ich gestehen.

Nur: Würde. Die haben auch die Arschlöcher.

Unverlierbar.

Gottseidank.

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