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Kirche in WDR 2 | 23.08.2014 | 05:55 Uhr

Der, der du sein kannst

Der Blick in den Spiegel verrät ja so manches: Ja, genau. Kommt darauf an. Eben. Wo man hinguckt. Na, ja vor allen Dingen - wie man wo hinguckt. Genervt, gelangweilt, erschrocken oder vielleicht zufrieden - mit sich. Damit fängt es ja meistens an. Mit dem Blick in den Spiegel. Und dann setzt sich das fort. Das Auswählen und Bewerten.

Das Auswählen, Die Entscheidung, worauf ich meine Aufmerksamkeit richte und wie ich die Dinge dann bewerte. Alles nicht neu, - nur ziemlich wirksam. Denn, je nachdem, wo ich meine Aufmerksamkeit hin richte, entsteht Erleben. Bis in die Zellbildung und in den letzten Muskel hinein. Unglaublich aber wahr. Auch wenn das keine ganz neue Weisheit ist, so wird sie doch bei weitem unterschätzt. Immerhin bewirkt sie sogar auf der körperlichen Ebene Veränderungen.

Es geht um die Frage, worauf richte ich meine Aufmerksamkeit. Und damit geht es um Unterschiede: Von Anspruch und Wirklichkeit. Von meiner Vorstellung, wie ich auszusehen habe, z.B. und dem Bild, das ich im Spiegel sehe.

Von meiner Vorstellung, wie andere zu sein haben, - und dem, wie ich sie erlebe.

Im Christentum geht es doch genau darum. Um den Unterschied zwischen Mensch und Gott und weltlicher und göttlicher Gerechtigkeit zum Beispiel.

In Gottes Schöpfung war von Perfektion nie die Rede. Gott malt mit allen Farben.

Um leben zu können, muss ich unterscheiden.

Wer alles mischt, sieht vieles grau. Und – merkwürdigerweise – scheint der Blick dann gerade da hängenzubleiben.

Dabei gibt es in dem Einen auch um das Andere. In dem Dunklen, Verzweifelten, Grauen, gibt es auch noch etwas Gutes, Schönes, etwas Licht. Da gilt es hinzuschauen. Darum geht es. Da hinzugucken. Auf das bisschen Licht. Das für wahr zu halten. Und für wirklich und damit für wirksam.

Selten ist ein Leben 24Stunden am Tag grau. Es gibt ihn. Den Unterschied.

Also: Worauf richte ich meine Aufmerksamkeit? Nein, - das geht jetzt nicht in die Richtung: alles so schön bunt hier. Man muss eben nur auf die Farben gucken. Das wird nichts – wenn alles grau ist. Innen, wie außen.

Nur – wann ist schon ALLES grau. Ich meine – in der Regel gibt es da doch Ausnahmen. Und um die geht es. Um die Ausnahmen. Von ganz grau zu grau mit - sagen wir - ein bisschen Licht.

Ein bisschen Licht kann alles ganz anders machen – wenn es ansonsten richtig grau, fast schwarz ist. Darum geht es. Da hinzugucken. Auf das bisschen Licht. Das für wahr zu halten. Und für wirklich und damit für wirksam. Das macht ja das ganze Graue nicht weg. Kein Schmerz, keine Enttäuschung, keine Trauer geht weg mit ein bisschen Licht.

Wo gucke ich hin? NUR auf das was grau, schwer, vielleicht unaushaltbar scheint oder ist – oder AUCH auf das, was leuchtet, vielleicht auch nur glimmt. Kraft wächst in der Hoffnung. Die Hoffnung kommt aus dem Licht. Mag sein, es ist zur Zeit nur ein Glimmen zu sehen. Mag sein, es wirkt wie ein Schein aus besseren Zeiten.

Jeder Mensch steht in Gottes Licht – auch in größter Dunkelheit. Wenn alles schwarz ist, geht Christus mit. Ich glaube an ein Leben vor dem Tod, weil Gott uns im Tod nicht allein lässt. Wo schaue ich hin – heute?

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