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Kirche in WDR 2 | 07.06.2016 | 05:55 Uhr

Der olympische Moment

Das wird ein sportlicher Sommer! Und ich muss noch nicht mal das Wohnzimmer oder den eigenen Garten verlassen. Die Topsportereignisse kommen zu mir. Ich freue mich auf die Fußball EM in Frankreich und noch mehr auf die olympischen Spiele in Rio. Vom 05.-21. August ist sportliche Vielfalt Trumpf. Bei Olympia sind 41 Sportarten vertreten. Und zwar gleichberechtigt. Denn in jeder Sportart gibt es die goldenen, silbernen und bronzenen Edelmetalle. Ich freue mich am meisten auf die sogenannten Randsportarten. Denn sie bescheren mir den vielzitierten olympischen Moment: Wenn jemand ehrlich trainiert hat, im Wettkampf alles gibt – und dann gewinnt. Solche Momente muss ich ja ansonsten mit der Lupe suchen zwischen all den Dopinggerüchten und Marketingstrategien.

Alle vier Jahre haben auch die Randsportartensportler ihren großen medialen Auftritt. All die Athleten, die vier Jahre lang in miefigen Turnhallen oder Kellern, auf jeden Fall fernab jeglicher Öffentlichkeit, ihre Sportart trainiert haben, stehen endlich auch mal im Mittelpunkt der Welt.

Zum Beispiel beim Schießen. Olympisch seit 1900, gilt als Präzisionssportart.

Aber mal ehrlich: Das ist ja nicht sooo der Volkssport. Schießen ist einfach nicht attraktiv genug für eine Fernsehliveübertragung. Man kann davon als Sportart an sich ja halten, was man will, ich gucke es mir bei Olympia trotzdem an, weil ich mich freue, wenn die Medaillen an Deutschland gehen. Und ich frage mich immer wieder: Was treibt diese Athleten eigentlich an? Die trainieren das ja nicht nur einmal in der Woche und trinken dabei im Schützenkeller das ein oder andere Pils, sondern das sind Hochleistungssportler, die eine unfassbar ruhige Hand und eine noch unfassbarere Konzentration haben.

In Rio sind jetzt Golf und Rugby wieder dabei. Squash, Karate und Inlineskating haben es nicht geschafft. Ich mag ja die Kollegen vom Gehen. Gehen ist eine olympische, leichtathletische Disziplin, bei der, im Gegensatz zum Laufen, niemals beide Beine in der Luft sein dürfen. Es muss also immer Bodenkontakt vorhanden sein. Und trotzdem gilt es: so schnell wie möglich fortbewegen. Das sieht für den Erstzuschauer ziemlich witzig aus, ist aber sehr anstrengend und technisch hochanspruchsvoll.

Ausgetüftelte Trainingspläne und eiserne Disziplin bestimmen den Alltag der Randsportartensportler, und das nicht erst vier Wochen vor Olympia. Sondern das ganze Jahr. Und das alles, um auf den Punkt fit zu sein für den Wettkampf. Da muss man schon mit ganzem Herzen dabei sein und darf sich sicherlich auch den einen oder anderen Spruch anhören.

Mich faszinieren Randsportartensportler. Weil sie keinem Trend folgen, sondern überzeugt sind von dem, was sie tun. Mit ganzem Herzen. Ein bisschen was von dieser Einstellung wünsche ich mir auch für meinen Glauben an Gott. Der ist auch nicht immer stylish und cool. Der wirkt das ein oder andere Mal verstaubt und miefig. Da gibt's auch mal nen Spruch von den anderen. Aber es gibt sie immer wieder, diese olympischen Momente, die mir zeigen: Das Vertrauen auf Gott lohnt sich. Mein Glaube hilft mir, durchzuhalten.

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