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Kirche in WDR 3 | 30.07.2016 | 07:50 Uhr

Der Ort wo Himmel und Erde sich berühren

Guten Morgen!

Ein „Abbild des Himmels“ wollten die Erbauer der großen Kirche und Dome im Mittelalter in unserem Abendland schaffen. Es sollten Gebäude sein, deren Großartigkeit die Menschen zum Staunen bringen, die sie vor allem aber auch hinweisen auf die Größe des Gottes, der in ihnen Wohnung nehmen sollte.

Für mich als Weihbischof in Paderborn wird das nachvollziehbar, wenn ich den Paderborner Dom betrete. Allein die Eingangshalle zu durchschreiten lässt erahnen, dass sich dahinter ein großer Raum öffnet.

Für mich ist da kein Zweifel: Der Paderborner Dom ist beeindruckend wegen der hohen gotischen Halle mit den großen Fenstern. Es kommt mir so vor: „Ein Stück Himmel“ öffnet sich, wenn ich den Dom betrete und seine Ruhe auf mich wirkt.

Ja es gibt ihn tatsächlich – mitten im Dom – den Ort, wo Himmel und Erde sich „berühren“: Und das ist für mich als gläubigem Katholiken der Altar: An dieser Stelle wird Jesus Christus nämlich gegenwärtig, wenn Gläubige sich um den Altar versammeln, um das zu tun, was Jesus mit seinen Jüngern im Abendmahlssaal getan hat. Da wird er mitten unter ihnen greifbar – in so alltäglichen Gestalten wie Brot und Wein. Von diesem Brot sagt Jesus selbst, dass er selbst das Brot vom Himmel sei (vgl. Joh 6,51). Anders formuliert: Mit Jesus öffnet sich der Himmel, für den, der ihm glaubt.

Darum waren und sind die Altäre ein besonderer Ort, der in Ehren gehalten wird. Die alten Altäre waren oft sogar mit Gemälden und Statuen geschmückt, aber auch heute noch zeigen Kerzen und Blumen in ihrer Nähe: Hier ist ein besonders Platz, hier kommt Gott in dieser Welt den Menschen nahe. Die wichtigsten Wege und Sichtachsen der Kirche führen zum Altar. Gerade im diesem Jahr der Barmherzigkeit tut es gut, sich davon hinleiten zu lassen, wo Gott sich berührbar macht. Weil der Altar nicht zu übersehen ist, bringt er vielleicht auch manchen, der sich lange nicht mit der Frage nach Gott auseinandergesetzt hat, dahin, sich dieser Frage wieder neu zu stellen und zu schauen: Wo ist denn Gott in meinem Leben?

Darauf gibt es viele Antworten, wenn man sich erst einmal auf die Suche gemacht hat. Denn der Gott, an den Christen glauben, will sich finden lassen. An vielen Stellen lassen sich seine Spuren finden: In der Begegnung mit Menschen, die mir gut sind, in Kräften, die mir genau im richtigen Moment zuwachsen. In unerwarteter Freude oder Mut, der mich durch schwierige Situationen trägt.

Wenn mir einmal die Augen aufgegangen sind, wo diese Spuren Gottes zu finden sind, dann werde ich die Welt und das Leben anders betrachten.

Natürlich liegt es immer an den Menschen, ob sie diese Nähe Gottes suchen.

Für mich ist es immer wieder beglückend, wie viele Menschen sich um den Altar hier im Paderborner Dom Sonntag für Sonntag versammeln. Gerade jetzt in der Festwoche von Libori sind es einige zehntausend Besucher, die den Weg hierhin finden.

Ich lade Sie ein hier nach Paderborn zu kommen, um vielleicht auch einmal zu erfahren, wo sich Himmel und Erde berühren.

Es grüßt Sie Weihbischof Matthias König.

Copyright: pdp - Erzbistum Paderborn

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