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Kirche in WDR 3 | 24.02.2016 | 07:50 Uhr

„Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“

Guten Morgen!

„Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“, so sagt der Volksmund und will damit ausdrücken: Der Mensch ist glücklich, wenn er seinen Willen bekommt. Und so ist es ja auch. Wir sind froh, wenn uns das gelingt, was wir uns vorgenommen haben, wenn wir unsere Ziele erreichen und alles nach unseren Plänen verläuft.

Zudem leben wir in einem Land, das uns dafür geradezu optimale Rahmenbedin-gungen gewährt. Frieden, Freiheit, Demokratie und eine florierende Wirtschaft ver-helfen vielen Menschen dazu, ihr Wollen und Wünschen zu erfüllen.

Die Sache hat nur einen Haken: Unser Wollen und Wünschen ist unersättlich. Ha-ben wir ein Ziel erreicht, suchen wir das nächste. Haben wir uns an einen gewissen Lebensstandard gewöhnt, wollen wir einen höheren. Ja, unsere Marktwirtschaft lebt davon, dass unsere Wünsche unersättlich sind. Wir sind also im Grunde unseres Herzens nie mit dem zufrieden, was wir haben, sondern wollen immer mehr.

Ein Kontrastprogramm dazu ist folgende Bitte aus dem Vaterunser: „Dein Wille ge-schehe, wie im Himmel so auf Erden.“ Hier geht es um den Willen Gottes und damit um etwas anderes als das eigene Immer-mehr-Wollen. Für mich ist Jesu Botschaft klar: "Dein Wille allein macht dich nicht glücklich. Dein Wille ist unersättlich. Schau auf den Willen des Vaters. Er befreit dich aus Deinem Kreisen um Dein Ich. Er befreit Dich von Deinem Zwang, alles haben zu wollen." Als Jesus seinen Jüngern dieses Gebet gelehrt hat, wollte er ihrem Leben eine andere Richtung geben: Weg vom Kreisen um das eigene Ich und hin zu Gott. Und dieses „hin zu Gott“ ist zugleich auch ein „hin zu den Menschen“.

Für mich ist diese Bitte zentral. Und daher habe ich mir angewöhnt, morgens nicht zu fragen: „Was will ich heute?“, sondern: „Herr, was willst Du von mir heute? Was kann ich tun, damit ich vor dir gut dastehe?“ Allein durch diese Frage gewinnt mein Tag eine andere Perspektive. Vielleicht entdecke ich sogar, dass gar nicht mein Wille, sondern der Wille Gottes mein eigentliches Himmelreich ist.

Vielleicht wächst diese Einsicht auch in Ihnen. Das wünscht Ihnen jedenfalls Weihbischof Dominikus Schwaderlapp aus Köln.

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