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Kirche in WDR 2 | 17.06.2016 | 05:55 Uhr

Die EU: Seit siebzig Jahren Frieden

Nächsten Donnerstag entscheiden die Briten, ob sie in der Europäischen Union bleiben oder nicht. Grund genug, darüber nachzudenken, was die EU für uns in Deutschland bedeutet.

Das Wichtigste; Wir haben seit siebzig Jahren Frieden! Das gab es vorher nie. Im Jahr 1648 war der schreckliche Dreißigjährige Krieg in Europa zu Ende. Der Friedenschluss wurde "Der ewige Fried" genannt. Von wegen! Danach kamen fast 50 Kriege in Europa, zuletzt der Erste Weltkrieg mit 14 Millionen Toten, der Zweite Weltkrieg mit über 50 Millionen. Nun musste endlich Schluss sein!

Aus Feinden wurden Freunde, gar Verbündete. Wer hätte am Ende des Zweiten Weltkrieges gedacht, dass es einmal offene Grenzen und eine gemeinsame Währung geben würde?! Martin Schulz, der Präsident des Europäischen Parlaments, bringt es auf den Punkt: "Die Europäische Union ist vor allem ein Friedensprojekt, das uns über Jahrzehnte Stabilität und Wohlstand auf unserem Kontinent gesichert hat“. Aber die Anti-Europa-Stimmung landauf, landab – nicht nur bei den Briten – zeigt: Noch nie war das Projekt der Europäischen Union infrage gestellt wie heute.

Ich bin mir sicher: Damit es mit Europa weitergeht, müssen wir die gemeinsame Wertebasis im Auge behalten. Wie sieht die aus, wo kommt die her?

Es gibt vier Wurzeln. Auf dem Sinai, in Jerusalem, in Athen, in Rom. Die ersten sind die zehn Gebote, die Moses auf Sinai im Heiligen Land erhält. Hier wird klar, nach welchen Regeln die Menschen gut zusammenleben können. In Jerusalem' stirbt Jesus am Kreuz. Ab jetzt sollen die Menschen aufhören übereinander herzufallen. Es reicht, ein letztes Opfer ist genug!

Athen ist der Ort der griechischen Philosophie. Die Vernunft ist ab jetzt der Maßstab für die Suche nach der Wahrheit, nicht die Religion, das Volk oder eine Ideologie. Die Demokratie entsteht, viele entscheiden mit. Die Wahrheit ist symphonisch, wie ein Chor aus vielen Stimmen. Mit dem römischen Recht kommt die Gleichheit allerdings ins Spiel. Vor dem Gesetz gibt es keine Unterschiede. Es sind die Werte des Abendlandes, die Europa zusammenhalten.

Sie aufzugeben, wäre ziemlich dumm. Ich hoffe, dass die Europäer diese Werte und ihr Friedensprojekt nicht aus den Augen verlieren, auch über den nächsten Donnerstag hinaus.

Copyright Vorschaubild: Europa Matt May CCBY-SA 2.0 flickr

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