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Sonntagskirche | 15.07.2018 | 08:55 Uhr

Die Gefährten

Guten Morgen!

Es muss in der Adventszeit gewesen sein, als ich die drei DVD-Boxen mit der Extended Version vom Herrn der Ringe kaufte. Viele Jahre lief dann bei uns zu Hause die komplette Staffel immer „zwischen den Jahren“. Es war zu einem festen Ritual geworden, uns mit Frodo und seinen Freunden auf den Weg nach Mordor zu machen. Wir genossen es, uns mit den einzelnen Akteuren auf den Weg nach Elronds Haus zu begeben. Wir waren erschrocken, wie aus Saruman, dem Weißen, ein Verräter wurde und damit ein Verbündeter des dunklen Herrschers von Mordor. Am meisten liebten wir allerdings den letzten Teil dieser Filmtrilogie aus den Jahren 2001 bis 2003: die Rückkehr des Königs und damit das Happyend eines geradezu fantastischen Abenteuers.

Diese Geschichte lebt von der Gemeinschaft, von der Gemeinschaft der vier Hobbits: Frodo, Sam, Pippin und Merry, dem Zwerg Gimli, dem Elben Legolas und dem Menschen Boromir. Gandalf und Aragorn gehören selbstverständlich auch dazu, weil ihr Schicksal untrennbar mit dem Ring verbunden ist.

Diese Neun werden in Elronds Rat zu einer schicksalhaften Gemeinschaft zusammengestellt und machen sich auf den Weg, um diesen einen Ring, den Meisterring, in Mordor dem Feuer zu übergeben.

Gerade an diesem fantastischen Abenteuer kann man etwas über die wichtigen Tugenden und Werte einer Gemeinschaft lernen. So wie jede Gemeinschaft lebt auch diese Gemeinschaft des Rings vom Geben und Nehmen, davon, dass sich einer auf den anderen verlassen kann, und von Freiheit und Toleranz. Man muss bloß an den Elb und den Zwerg denken, die gegensätzlicher nicht sein können. Zum guten Schluss sind sie unzertrennbar. Die Gemeinschaft des Rings steht und fällt mit ihrer Verbindlichkeit und Hingabe. Und Frodo wäre niemals ohne seinen Freund Sam bis zum Ende der Geschichte gekommen!

Alles beginnt damit, dass sich jeder einzelne von ihnen zu dieser Gemeinschaft entscheiden und dem größten Abenteuer ihres Lebens Ja sagen muss. Wahre Gemeinschaft basiert immer auf einer Entscheidung zum Geben und Nehmen, zu Freiheit und Toleranz und zu Verbindlichkeit und Hingabe.

So wird aus neun unterschiedlichen Wesen, aus Menschen und Zwergen, aus Hobbits und Elben eine verschworene Mannschaft. Und die neun Gefährten machen sich auf den langen Weg nach Mordor. Dabei wird ihre Gemeinschaft immer wieder angefochten.

Jede Gemeinschaft ist und bleibt gefährdet. Sie ist vor allem gefährdet durch unseren Egoismus. Die Ringgemeinschaft der neun Gefährten zerbricht, als Boromir seine Hand nach dem Ring und seiner Macht ausstreckt. Er selbst bezahlt dafür mit dem eigenen Leben.

Wir können an unseren Gefährten reifen, wachsen, uns selbst erkennen, über uns hinauswachsen oder aber an der Gemeinschaft zerbrechen.

Die größte Gefahr für jede Gemeinschaft - auch für eine christliche - sind wir selbst und unsere Erwartungen an die Anderen. Deshalb: Wenn ich eine Gemeinschaft lange erhalten will, muss ich genau umgekehrt denken und mich fragen: Wie will und kann ich mich selbst in diese Beziehung und Gemeinschaft einbringen?

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