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Kirche in WDR 2 | 07.03.2014 | 05:55 Uhr

Die Sendung mit Gott

Heute hat die Maus Geburtstag. Die Sendung mit der Maus. Am 07. März 1971, also vor 43 Jahren ging die Maus zum ersten Mal auf Sendung. Mit dem schönen Titel: „Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger“. Das Format ist großartig: Immer sonntags um 11:30 Uhr wird die Welt erklärt. Und zwar in fein portionierten Häppchen: Mal das Alte Rom, mal die Herstellung von Kaugummi oder das Internet. Zwischendurch gibt’s ein paar Trickfilme und nach 30 Minuten fühlt man sich schlauer und trotzdem nicht übersättigt. Das Durchschnittsalter der Zuschauer liegt bei knapp 40 Jahren. Also, nix mit Kinderkram und so.

Ich bin fasziniert von der einen Fähigkeit der Mausmacher: Scheinbar komplexe Sachverhalte so zu vereinfachen, dass meine sie Tochter versteht. Und ich auch. Und da geht’s nicht um Banalitäten. Schwierige Themen wie die Bundestagswahl, Tschernobyl und die Nachkriegszeit werden genauso einfach und anschaulich erklärt, wie die Entstehung eines Bleistiftes.

Diese Fähigkeit wünsche ich mir auch. Den Glauben an Gott verständlicher zu machen, alltagsrelevanter. Das bedeutet nicht, dass das einfacher wird. Die Filmemacher der Maussendung schütteln ihre Erklärfilme auch nicht aus dem Ärmel. Diese scheinbar einfache Art Fernsehen zu machen, ist sehr aufwändig und zeitintensiv. Immer wieder werden die Themen auf ihre Alltagstauglichkeit hin untersucht. Und immer wieder wird gecheckt: Verstehen wir eigentlich selbst, was wir da erklären?

Vielleicht sollte ich meinen Glauben an Gott auch mal auf seine Alltagstauglichkeit hin überprüfen. Auch wenn es anstrengend ist. Sündenvergebung, Gnade, Buße, Auferstehung oder das, was jetzt gerade begonnen hat: Die Passionszeit!

Halt, meldet sich mein frommes Gewissen. Du kannst doch bitte nicht den übernatürlichen Glauben, die Existenz Gottes mit einem Erklärfilm von profanen Gegenständen vergleichen und daran ein Exempel statuieren. Aber warum eigentlich nicht, wenn ich es Ernst meine??

Also los: Was bedeutet das eigentlich? Passionszeit? Und was bedeutet das für mich? Die 40 Tage vor Ostern, die an die Leidenszeit von Jesus erinnern sollen. Was habe ich damit zu tun? Was geht mich das Leiden von Jesus an? Was geht mich Jesus überhaupt an? Fragen über Fragen. Auch, oder gerade für mich als Christ, der die frommen Vokabeln oft nur als leere Worthülsen gebraucht. Das kann ja anstrengend werden. Aber diesmal will ich es wissen: In der nächsten Zeit, also, bis Ostern, möchte ich genau den Fragen auf den Grund gehen. Auf meine Weise und individuell.

Im Gespräch mit anderen Menschen zum Beispiel. Indem ich sie frage: Mensch, welche Bedeutung hat Jesus eigentlich für dich?

Oder im Gottesdienst. Indem ich einfach nur zuhöre und mal bewusst drauf achte, welche Gebete und Lieder da so gesungen werden.

Oder ich stelle mir alleine die Frage. Bei einer Tasse Kaffee oder bei einem Spaziergang. Beim Seele baumeln lassen.

Oder am Sonntag, um elf Uhr 30, während meine Kinder “Die Sendung mit der Maus“ gucken. Vielleicht auch öfter. Hauptsache ich suche.

Ehrlich gesagt: Ich habe Angst, dass ich bis Ostern keine zufriedenstellende Antwort finden werde. Aber das Risiko gehe ich ein. Und ich verlasse mich dieses Mal auf das, was in der Bibel steht. Wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, werde ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR. Lass mich da bitte nicht hängen, Gott!

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