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Kirche in WDR 5 | 10.12.2013 | 06:55 Uhr

Die sicherste Tür ist die, die man offen lassen kann

Liebe Hörerin, lieber Hörer, „Die sicherste Tür ist die, die man offen lassen kann“, sagt ein Sprichwort.

Und es erinnert mich an den letzten „Tag der offenen Tür.“ Kölner Ateliers öffneten ihre Pforten. Jung und alt begegneten sich. Die Stimmung war gut. Es gab Snacks und kleine Werbegeschenke, Luftballons und Gewinnspiele. Kinder konnten selbst etwas malen und ausprobieren.

Es fühlt sich gut an, eingeladen zu sein, durch offene Türen zu schreiten. "Offene Türen" verknüpfen wir meistens mit positiven Empfindungen. Mit Gastfreundschaft, Offenheit, Gemeinschaft, Einladung und Kontakt.

„Lass die Tür auf“, rufen Kinder vor dem Einschlafen. Ihre Zimmertür soll offen bleiben, damit sie die Nähe der Eltern spüren können. Als ich für ein Jahr in einer Kirche in den USA gearbeitet habe, standen mir dort jederzeit alle Türen offen. Mit einer großen Selbstverständlichkeit wurde ich immer eingeladen, durfte Gast in den Familien und bei Gemeindemitgliedern sein. Habe mit ihnen gegessen, erzählt, gelacht und geweint. Wurde herzlich und mit offenen Armen empfangen. Es hat mir meine Zeit auf einem fernen und fremden Kontinent bis heute unvergessen gemacht.

Wenn wir täglich durch Türen hinaus oder hinein gehen, öffnen oder schließen sie sich meistens von selbst. Wenn uns also alle Türen offen stehen, auch im übertragenen Sinn; wenn alles ok ist und es prima läuft, dann ist so eine Tür alltäglich und gar nichts Besonderes.

Erst wenn eine Tür zu ist merken wir, wie wichtig sie eigentlich ist. Spätestens dann, wenn wir uns ausgeschlossen haben, weil der Schlüssel weg ist. Vergessen oder verloren. Wenn wir etwas brauchen, das hinter der Tür ist und wir nicht rankommen. Erst recht dann, wenn uns eine Tür vor der Nase zugeschlagen wird. Zum Studienplatz zum Beispiel, den ich mir so erhofft hatte. Oder wenn sich keine Tür öffnet, um ein Problem zu lösen. Wenn sich keine Tür zur Versöhnung nach einem Streit findet; dann merken wir wie wichtig die offene Tür ist.

Jesus hat einmal von sich gesagt: “Ich bin die Tür. Jemand, der durch mich hindurchgeht, der wird selig werden.“ (Johannes 10,9)

Beim ersten Hören vielleicht ja ein seltsames Bild, das Jesus von sich selber zeichnet. Er beschreibt sich hier als Hirten, der selbst die Tür zu den Schafen ist.

Die Tür, durch die sie ein und ausgehen, sicher auf die Weide kommen und gut leben können. Jesus hat Menschen immer wieder Türen geöffnet. Und auch eine Tür zu ihren Herzen gefunden. Davon erzählen viele Geschichten aus der Bibel. Darin durchschreitet Jesus zuerst einmal die Türen zu den anderen, überwindet Mauern und Abgrenzungen. Er öffnet sich für andere und wendet sich ihnen zu – stellvertretend für Gott. Viele Menschen, denen Jesus sich so zuwendet und denen er "Türen öffnet", sind Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben. Jesus nimmt all diese Leute wahr, schenkt ihnen seine Aufmerksamkeit und eröffnet ihnen so eine neue Perspektive. Ein echter Türöffner eben!

Selbst wenn es nicht immer eine Lösung für alle Probleme gibt, wir können gemeinsam danach suchen. Manchmal verändert sich durch ein Gespräch, eine gelungene Begegnung die eigene Sichtweise und die Tür zum anderen kann sich einen Spalt öffnen oder ein Problem wird weniger bedrohlich.

Jesus sagt: „Ich bin die Tür. Wer durch diese Tür geht, ist willkommen, wird erwartet, mit offenen Armen empfangen. Hier wird gelacht und geweint. Gefeiert und getröstet.“

Wie bei einem Tag der Offenen Tür. Eine sichere Tür, die offen steht.

Ein ganzes Leben lang. Ihre Pfarrerin Christiane Neufang aus Köln.

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