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Kirche in WDR 2 | 03.09.2016 | 05:55 Uhr

Die Übersetzer

Ohne sie würde ich weniger lesen. Und im Kino wäre ich auch nicht so häufig.

Übersetzer sorgen dafür, dass ich Bestseller wie „Der Herr der Ringe“ oder „Stolz und Vorurteil“ auf Deutsch lesen oder als Film schauen kann. Ich bewundere solche Sprachkünstler.

Ohne mich jetzt zu sehr in den Gegebenheiten, Kniffen und Besonderheiten von Übersetzungen zu verlieren, weiß ich, dass bei dieser Tätigkeit eine ziemliche Sorgfalt vonnöten ist. Sonst kann es peinlich werden. Das Internet ist voll von Fotos, auf denen Touristen ihre Schnappschüsse mit lustigen Übersetzungsfehlern veröffentlichen, die sie in ihrem Urlaubsland entdecken,. Da wird „Livemusik“ gerne mal mit „lebender Musik“ übersetzt oder ein „Fruit Shake“ als „Fruchterschütterung“ angepriesen.

Das mag witzig sein, bei einem ernsthaften Anliegen eines Texters oder des Autors ist es aber eher nicht von Vorteil. Deshalb ist es ratsam, dass der Übersetzer einschätzen kann, wie der Autor oder die Autorin so tickt. Außerdem muss man mit dem Thema vertraut sein. Urkundenübersetzer gehören zum Beispiel in die allererste Liga. Sie übersetzen Dokumente wie Verträge ins Deutsche, die von Fremd- und Fachwörtern nur so wimmeln und bei denen man wirklich jedes Wort auf die Goldwaage legen muss.

Auch die biblischen Übersetzer waren Meister ihres Fachs: Die verschiedenen Schriften, die in der Summe unsere heutige Bibel ergeben, wurden mühsam übersetzt, damit wir sie heute vor uns haben. Nicht unbedeutend ist dabei ein gewisser Herr Martin Luther, der besonders viel Schweiß darein investiert hat, dass möglichst viele deutschsprachige Menschen in der Heiligen Schrift lesen können. Ich finde es faszinierend, was für eine weite Reise diese Bücher, Lieder, Briefe und Geschichten hinter sich haben.

Und Gott selbst hat auch als Übersetzer gearbeitet. Er hat sich selbst ins Menschliche übersetzt. Das feiern wir an Weihnachten. Gott wird Mensch. Wir können ihn verstehen. Und Jesus hat zu seinen Lebzeiten auch so einiges zu übersetzen gehabt. Dabei hat er schon auch Worte benutzt, aber vor allem durch sein Leben wurden die Menschen in das Geheimnis Gottes eingeweiht. Sie konnten verstehen, wer Gott für uns Menschen ist. Die einen haben sich diese Übersetzung von Gott zu Herzen genommen, anderen war es komplett egal und wieder andere haben diesen Jesus und seine Botschaft als Feindbild Nummer 1 angesehen.

Denn seine Übersetzung war verblüffend einfach, ja fast banal, vielleicht auch naiv. Sie lautet: Gott ist die Liebe. So habe ich das verstanden. Es geht um die Liebe, die Gott uns als Schöpfer, als Mensch, als Erlöser und als Tröster nahebringen möchte. Und diese Übersetzung hat zwei Besonderheiten: Sie verliert nie ihre Gültigkeit und muss nie überarbeitet werden.

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