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Radiogottesdienst | 21.04.2019 | 10:00 Uhr

Dorfkirche Gahlen

Evangelische Kirchengemeinde Gahlen

Die Kirchengemeinde Gahlen ist eine der ältesten evangelischen Gemeinden im Rheinland und im Kirchenkreis Dinslaken. Eine Kirchengemeinde katholischen Glaubens gab es in Gahlen schon viele Jahrhunderte. Laut einer Legende sollen zur Zeit der Einführung der Reformation am Niederrhein im 16. Jahrhundert die Gahlener Gemeindeglieder sich der Reformation zugewandt haben – ihr Pfarrer jedoch nicht. Umgekehrt sei es im benachbarten Kirchhellen gewesen, das zum katholischen Bistum Köln gehörte. Dort sei der Pfarrer evangelisch geworden, die Gemeinde aber habe nicht gewollt. Da seien die Gahlener oder die Pfarrer auf die Idee gekommen: „Wir wollen tauschen, dann hat jeder das Seine.“ Und so seien eines Tages beide Gemeinden mit ihrem Pfarrer an der Spitze losgezogen, hätten sich an der Gemeindegrenze getroffen und seien nach feierlichem Austausch der Pfarrer heimgezogen. Auf friedliche Weise wurde derart mit Bauernschläue ein Glaubensstreit beigelegt. – Der erste Pfarrer der Evangelischen Gemeinde wird für das Jahr 1552 benannt, was als Gründungsjahr der Evangelischen Kirchengemeinde gilt. Die katholische Tradition der Kirchengemeinde ist noch heute erkennbar am Tabernakel und den Nischen für die  Weihwasserschalen im Turm. Auch nach dieser Reformation von unten war und ist die Dorfkirche eine Kirche für alle Christen im Ort.

Die Gemeindegrenzen strecken sich bis nach Dorsten hinein an den Schölzbach. Dieser bildet nicht nur die Grenze der Kirchengemeinde nach Osten hin, er bildet auch die Grenze zwischen dem Rheinland und Westfalen. In diesen Grenzen sind noch heute die alten Grenzen des evangelischen Herzogtums Jülich-Kleve und dem katholischen Bistum Münster zu erkennen. - Mit den kommunalen Neugliederungen des 20. Jahrhunderts verlor die ehemals selbstständige Gemeinde Gahlen 1929 die Hardt an Dorsten und 1975 ebenso Östrich an Dorsten und wurde der Gemeinde Schermbeck als Ortsteil Gahlen eingemeindet. Es ist diese Grenzlage zwischen dem Rheinland und Westfalen, die  die Kirchengemeinde Gahlen sowohl kommunal als auch kirchlich charakterisiert.


Dorfkirche Gahlen

Der Mittelpunkt des Dorfes an der Kirchstraße ist die Dorfkirche Gahlen. Mit dem Gahlener Mühlenteich, der ein funktionierendes Mühlrad hat, den Bänken rundherum, dem Friedhof und dem nahegelegenen Pastorat aus dem 18. Jahrhundert lädt das Dorf zum Verweilen ein. Die Dorfkirche ist das älteste Steingebäude Gahlens: sie ist einen typisch romanische Landkirche aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts. Die Reste einer einschiffigen Kirche mit dem nach Westen anschließendem quadratischen Turm sind heute noch erkennbar. Als Wehrturm bot er den Bewohnern des Ortes in Zeiten kriegerischer Auseinandersetzung Zuflucht. Dieser Turm wurde wie das Schiff ohne Sockel im Lipper Sand errichtet. An der Wende vom 15. Zum 16. Jahrhundert wurden umfangreiche bauliche Veränderungen durchgeführt, die zu einer Erweiterung des Kirchensaals betrugen –Anbau des nördlichen Seitenschiffs im gotischen Stil im 16. Jahrhundert und nachfolgend Orgel- und  Seitenschiffempore im 17. Jahrhundert. Altar und Kanzel wurden 1654 von Zimmermann Knottenberg angefertigt. Auffallend ist neben der farblichen Gestaltung das reiche Schweifwerk in Ohrmuschel-  und Knorpelwerk an den Seiten und oben am Altar – „ein fröhlicher und bunter Bauernbarock“. Dietrich von Lüchtenberg, dessen Mutter in Gahlen wohnte, malte die Darstellung von Abendmahl und Letztem Gericht am Altar (1677) und möglicherweise auch die Szenen zur Geschichte Jesu an der Kanzel. Mit Veränderungen am Boden wurde der Säulenfuß der Kanzel 1855 zum Taufbecken mit Deckel umgearbeitet. Eine Orgel wird für die Dorfkirche schon im Jahr 1676 erwähnt. Im Turm hängen drei Glocken, die älteste ist aus dem Jahr 1641. Sie geben den Menschen wie in der Vergangenheit nicht nur die Zeit an oder weisen auf einen Todesfall in der Gemeinde hin,  sondern sie rufen sie auch zum Gottesdienst.

Liturg: Pfarrer Christian Hilbricht

Prediger: Präses Manfred Rekowski

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