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Kirche in WDR 2 | 04.02.2019 | 05:55 Uhr

Eduard Zimmermann

Heute ist wieder Montag, und weil heute Montag ist ist das Wochenende leider auch schon wieder vorbei. Tja. Der Montag ist einer meiner Joggingtage. Und wenn ich in die Laufklamotten gestiegen bin, dann muss ich immer überlegen, ob ich den kleinen oder den großen Schlüsselbund mitnehme. Denn nur am großen Schlüsselbund ist der Schlüssel für das Zusatzschloss dran. Das verschließt eine Stahlsicherung quer über das Türblatt. Ist das zu, kommst du nur rein, indem du das Türblatt zertrümmerst. Mit einer Axt oder so. Nachteil: der dicke Schlüsselbund liegt schwer in meiner Tasche. Stört beim Laufen.

Würde Eduard Zimmermann noch leben und könnte ich ihn um Rat fragen, dann wäre seine Antwort klar: Unbedingt immer das Sicherheitsschloss abschließen. Safety first! Gib Gaunern keine Chance!

Keine Ahnung, ob du Eduard Zimmermann noch kennst. Ich bin mit ihm aufgewachsen. Der Fernsehjournalist mit der viereckigen Hornbrille und dem ernsten Blick wäre heute, am 4. Februar 90 Jahre alt geworden. Zimmermann machte im Fernsehen der siebziger bis neunziger Jahre zwei Themen populär: Wie kannst du dich vor Verbrechern schützen? Und: Wie kannst du helfen Verbrecher zu fangen? Eine seiner Sendungen hieß „Vorsicht, Falle!“ Dort versuchte er die Zuschauerinnen und Zuschauer für alle möglichen Betrugsmaschen zu sensibilisieren: Schwindelfirmen, die gar nicht existieren. Telefonverkäufer, die alten Leuten eine Versicherung aufschwätzen. Händler mit gefälschten Teppichen im Kofferraum. Autohändler, die mit dem Geld der Käufer durchbrennen. Falsche Polizisten, Zählerableser und Briefträger. Oder Heiratsschwindler. Gott bewahre! Als Kinder saßen wir atemlos vor der Schwarz-weiß-Kiste und dachten:

In welch schlimme Welt haben uns unsere Eltern ausgesetzt? Sind denn nur Verbrecher unterwegs? Als Kind, aufgewachsen zwischen Hühnern, Kaninchen und Bohnenstangen wollte ich mir das nicht recht vorstellen. Bei uns war das größte vorstellbare Verbrechen, wenn der Fußball – wusch! - in die Johannesbeersträucher der Nachbarn flog.

Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? So sagt es die Bibel, und ehrlich:

So fühlten wir als Kind. Zwar nicht immer, aber doch oft. Tja, die Welt ist natürlich eine andere. Binsenweisheit. Na klar gibt es die, vor denen Eduard Zimmermann in seiner Sendung warnte: Die Nepper, Schlepper und Bauernfänger. Taschen- und sonstige Diebe. Betrüger und windige Gestalten. Grund genug vorsichtig zu sein. Grund genug aber, sich von den Sorgen nicht bestimmen zu lassen.

Manchmal lasse ich den großen Schlüsselbund einfach da, wenn ich zum Joggen gehe oder mit dem Hund vor die Tür. Hey, ihr Einbrecher, ich sage jetzt nicht wann, bin ja nicht blöd. Aber es tut eben manchmal gut, das einfach auszuprobieren: Nicht die Sorgen dein Leben bestimmen zu lassen. Denn dein Leben ist unendlich viel mehr.

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