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Kirche in WDR 5 | 04.10.2017 | 06:55 Uhr

Eigeninitiative

Guten Morgen!

Heute feiert die Kirche das Fest des heiligen Franziskus von Assisi. Und unser Papst feiert seinen Namenstag. Vieles von dem, was Franz von Assisi initiiert hat, greift der Papst auf und lässt es konkret werden. Was nützen auch gute Ideen, wenn sie nicht umgesetzt werden.

Von dem Heiligen aus Assisi sind viele Texte über 800 Jahre hin überliefert. Darunter auch eine Sammlung von Kurzkommentaren zu Schriftworten, die zugleich klare Kriterien vermitteln, woran man erkennen kann, ob jemand etwas auch tut oder nur darüber redet. Diese Ermahnungen des Poverello, des kleinen Armen aus Assisi, nennt man „das Hohelied der Armut im Geiste, die sich in der Brüderlichkeit vollendet.“ In dieser Überschrift steckt das Wissen, dass die christliche Botschaft im Alltag gelebt werden muss, sonst verliert sie ihre Kraft.

Und was der heilige Franziskus in einer seiner Ermahnungen zu seinen Brüdern sagt, kann auch uns gelten. Er sagt:

Sprecher:

„Geben wir Acht, wir Brüder alle, auf den guten Hirten, der, um seine Schafe zu retten, die Marter des Kreuzes erlitten hat. Die Schafe des Herrn sind ihm gefolgt in Drangsal und Verfolgung, Schmach und Hunger, in Schwachheit und Anfechtung […] Daher ist es eine große Schmach für uns […], dass die Heiligen Taten vollbracht haben und wir Ruhm und Ehre erhalten wollen, wenn wir bloß davon berichten und darüber predigen.“

Durch die modernen Medien werden wir schnell zu Zuschauern, die gut informiert sind und bequem im warmen Zimmer sich über den Einsatz engagierter Menschen in den Krisengebieten der Erde begeistern. Die Gefahr besteht, dass wir manchmal im Zuschauen bleiben und versäumen, selbst aufzustehen und uns zu engagieren.

Der brasilianische Schriftsteller Paulo Coelho erzählt einmal, wie ein Freund ihn an den Film Die zehn Gebote erinnert. Coelho erinnert sich, dass in diesem Film Moses den Stab hebt, die Wasser sich teilen und das Volk Israel trockenen Fußes durchs Rote Meer zieht. Und der Freund sagt:

Sprecher:

„In der Bibel steht es anders. Dort befiehlt Gott Moses: ‚Sag den Kindern Israels, daß sie ziehen.‘ Und erst als sie sich in Bewegung gesetzt haben, hebt Moses den Stab, und die Wasser teilen sich. Denn nur dem, der den Mut hat, den Weg zu gehen, offenbart sich der Weg.“

Es braucht persönliche Wachsamkeit und Mut, aus dem Zuschauen und Darüber-Reden ins Handeln zu kommen.

Papst Franziskus ist solch ein Mensch der nicht einfach nur redet, sondern selber aufbricht und den Mut hat, den Weg zu gehen. Er würde sich an seinem Namenstag wünschen, dass wir ihn mit unserem Gebet unterstützen und den Mut aufbringen mitzugehen. Das jedenfalls wünscht Ihnen für heute Sr. Ancilla Röttger aus Münster.

* Franziskus-Quellen. Die Schriften des heiligen Franziskus, Lebensbeschreibungen, Chroniken und Zeugnisse über ihn und seinen Orden. Kevelaer 2009, S. 45.

Ebd. S. 48-49.

Paulo Coelho, s. o. S. 157.

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