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Sonntagskirche | 06.05.2018 | 08:55 Uhr

Ein großer Tag

Guten Morgen!

Er ist einer von denen,

die immer schon kleiner gewesen sind als die anderen.

Sie lassen ihn das spüren.

Und so versucht er,

immer ein bisschen größer zu sein als er eigentlich ist.

In seinem Job als Steuerexperte zum Beispiel.

Gerne knöpft er den Menschen auch mal mehr ab als nötig.

Schließlich muss er ja auch über die Runden kommen.

In Zeiten der Finanzkrise.

Eines Tages hört er, dass dieser Mensch in der Stadt ist,

von dem einige sagen:

‚Das ist ein ganz großer,

Gottes Sohn höchstpersönlich!’

Jesus soll er heißen.

Klar, dass er ihn sich anschauen muss.

Und so macht er sich auf, zu dem Platz,

wo dieser Mensch heute sprechen wird.

Aber wie gesagt, er ist klein.

Ob er ihn überhaupt zu Gesicht bekommen wird?

Er weiß sich zu helfen.

Er macht es so wie früher als Kind:

Er klettert auf einen Baum.

Oben angekommen,

verschafft er sich einen ersten Überblick:

Noch ist es ruhig hier.

Aber dann kommen Menschen,

viele Menschen,

sie haben da einen Mann in ihrer Mitte,

das muss er sein,

dieser Jesus.

Er kommt näher,

ist immer besser zu sehen,

staubige Füße hat er,

er muss lange gegangen sein,

wo er wohl hin will?

Da bleibt er stehen,

schaut sich um,

einmal über den ganzen Platz,

bis hin zum Baum,

zu ihm,

er winkt,

er ruft ihm zu:

„Zachäus!“

‚Woher kennt der meinen Namen?’,

fragt sich der.

Und noch einmal ruft Jesus:

„Zachäus, komm doch runter zu uns.

Ich hab einen langen Weg hinter mir,

ich würde gern was essen,

bei dir?!“

Das darf doch nicht wahr sein,

eigentlich wollte er nur mal gucken,

und jetzt lädt der sich bei ihm ein?

Nichts wie runter hier.

Er klettert vom Baum,

springt auf die Straße

und prompt

sieht er nichts mehr.

Da tut sich ein Weg vor ihm auf,

die Leute machen Platz.

Aber er hört wie sie links und rechts reden:

„Wie kann unser Meister bloß bei so einem Betrüger einkehren?“

Er wird unsicher und denkt:

‚Stimmt, wieso will der eigentlich zu mir?’

Er schaut nochmal rüber,

zu Jesus,

der steht immer noch da,

mit offenen Armen,

sieht ihn an –

die Einladung steht!

Und er, Zachäus?

Fasst sich ein Herz,

nickt ihm zu

und nimmt ihn mit.

Am Ende des gemeinsamen Tages

fasst er sich noch mal ein Herz:

Er will die Hälfte seines Vermögens mit den Armen teilen.

Und wem er zu viel Geld abgenommen hat,

verspricht er das Vierfache zurück.

Woraufhin sein Gast ausruft:

„Heute ist ein großer Tag.“

Als Zachäus wieder alleine ist,

ist er es zum ersten Mal gerne.

Alleine, mit sich.

Will kein anderer mehr sein,

will sich nicht mehr verstecken,

auf einem Baum oder hinter einem Job.

Muss nicht mehr größer sein als er ist.

Und kleiner wird er sich jetzt

auch nicht mehr machen.

Er ist wie er ist. Angekommen.

Und doch über sich hinausgewachsen.

Zwischen all den vielen Menschen,

durch alle Zeiten hindurch,

sieht Jesus auch dich.

Ruft dich bei deinem Namen.

Vor allen. Wie Freunde es tun.

Lädt sich ein bei dir.

Möchte dein Brot essen, an deinem Tisch

und Menschen mitbringen.

Er traut dir das Leben zu,

dein Leben,

was für eine Verheißung ...

... ein großer Tag!

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