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Kirche in WDR 2 | 26.02.2016 | 05:55 Uhr

Einfach Fußball

Heute wählt die FIFA einen neuen Präsidenten. Die Fußballwelt schaut in die Schweiz – nach Monaten der Skandale. Die offen gelegten Bestechungsgeflechte mit irrsinnigen Geldsummen haben manchem die Lust am Fußball genommen. Dabei ist das Geheimnis des Fußballs seine Einfachheit.

Fußball geht ohne Reden, geht ohne die Hände; die darf man ja auf keinen Fall einsetzen, sonst ist es ein Foul. Alles reduziert sich auf die Beine! Es ist genial einfach und damit einfach genial.

Die Weisheit des Spiels hat Uwe Seeler einmal genial auf den Punkt gebracht: „Das Geheimnis des Fußballs ist ja der Ball".

Der Ball ist rund, er ist der Garant des Zufalls. Alles ist möglich, sogar der Sieg eines Kleinstadtvereins gegen einen Bundesligisten wenn es auch selten vorkommt. Es ist nicht gut, wenn der Sieg schon vor dem Anpfiff feststeht. Es ist nicht schön, wenn Bayern München immer Deutscher Meister wird. Dann geht die Einfachheit des Spiels verloren. Wenigstens in einem Spiel sollte alles möglich sein! Das ist das Versprechen des Fußballs an die Zuschauer. Und es steht dem Fußball nicht, wenn er zur Geschäftemacherei verkommt. Besonders nicht, wenn Fußball käuflich ist.

Fußball ist ein Spiel. Fußball ist einfach. Aber Fußball ist wichtig, gerade an der Basis: In unserem Kölner Vorortverein spielen derzeit viele Jugendliche mit, die Flüchtlinge sind. Deutsch können sie kaum, Fußball sehr wohl. Dank der Unterstützung lieber Menschen können die Trainer mit den jungen Menschen ins Sportgeschäft gehen, um ihnen Fußballschuhe zu kaufen. Die Jugendlichen strahlen vor Glück; Willkommenskultur mit einem Paar Schuhe. Der wöchentliche Trainingstermin ist eine heilige Zeit: keiner verspätet sich!

Der Bundesligist FC Köln hat letztes Jahr 1000 Flüchtlinge zu einem Spiel ins Stadion eingeladen. Auf den Trikots der Spieler stand bei diesem Spiel nicht der Name des Hauptsponsors, sondern das Wort "Toleranz". Der Sponsor war einverstanden.

Für mich ist klar: Fußball ist Beispiel und Vorbild für Identifikation, Teamgeist, Gemeinschaftstaktik – aber auch für Respekt vor dem Gegner. Wenn Fußball das vorlebt, stärkt er die Demokratie. Dann ist Fußball: „Wir schaffen das“. Die Flüchtlinge, die zum Mitspielen in den Vereinen eingeladen werden, merken einfach, dass sie willkommen sind. Einfach Fußball.

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