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Kirche in WDR 2 | 28.11.2014 | 05:55 Uhr

Emoticon

Ein lächelndes Gesicht, ein Augenzwinkern oder ein Kussmund - am PC oder im Smartphone sind sie schnell eingefügt – die kleinen Gesichter, mit denen der Absender mitteilt, wie es ihm gerade geht.

Am bekanntesten; der Smiley. Der tauchte vor etwa 30 Jahren zum ersten mal auf; als Aufkleber oder Flicken für die Jeans, zwei Punkte und eine gebogene Linie - ein lächelndes Gesicht auf gelbem Hintergrund wurde er zum Statement für gute Laune und Leichtigkeit.

Doch auf die Dauer wurde das ewige Lächeln öde. Die Bildchen wurden weiterentwickelt. Seitdem heißen sie Emoticon, eine Verbindung aus den Begriffen „Emotion“ oder „emotion“ und „icon“ für Bild. Ein zugekniffenes Auge signalisiert „ich mein’s nicht ernst“, zusammengekniffene Brauen stehen für Ratlosigkeit, heruntergezogene Mundwinkel für Ärger.

Seit der Entwicklung der digitalen Kommunikation boomen die Smilies. Wer eine mail oder sms mit wenigen Worten schreibt, der braucht Emoticons, um auszudrücken, wie er etwas meint. So wurden die Symbole immer weiter verfeinert. Es entstanden Emoticons für Scham oder Staunen, für Erregung, Ohnmacht oder um auszudrücken, dass jemand besorgt ist. In Zeiten immer schnellerer und modernerer Technik entwickelte sich so eine neue Bildsprache. Eine gute Möglichkeit zu zeigen, wie es einem gerade geht.

Das meinen wohl auch die AutorInnen des Vereins „andere Zeiten“ aus Hamburg. In ihrem Adventskalender widmen sie sich an einem Tag den Emoticons und zitieren dabei Carl Rogers. Der wuchs Anfang des letzten Jahrhunderts in einer streng pietistischen Familie auf. Als Psychologe arbeitete er zunächst in einem Beratungszentrum. Unzufrieden mit den bisherigen Methoden trieb ihn die Frage um, was ein Mensch braucht, um zu wachsen, seine Möglichkeiten zu entdecken und zu entfalten. Das Ergebnis seiner Studien; er braucht jemanden, der ihn versteht, der ihn annimmt, so wie er ist und – der authentisch ist.

Carl Rogers schildert: „In meinen Beziehungen zu Menschen habe ich herausgefunden, dass es auf lange Zeit nicht hilft, so zu tun als wäre ich jemand, der ich nicht bin. Es hilft nicht ruhig und freundlich zu tun, wenn ich eigentlich ärgerlich bin und Bedenken habe. Es hilft mir nicht so zu tun als wäre ich voller Sicherheit, wenn ich eigentlich beängstigt und unsicher bin. Ich spüre, dass ich den Umständen gerechter werde, wenn ich mir erlaube, so zu sein, wie ich bin. Es ist für mich einfacher geworden, mich als einen entschieden unvollkommenen Menschen zu akzeptieren, der keinesfalls zu jeder Zeit so handelt, wie ich handeln möchte.“

Rogers machte die beglückende Entdeckung, dass er gerade nichts darstellen muss, um hilfreich für jemanden zu sein. Es reicht, wenn er er selber ist. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrung wurde er Zeit seines Lebens nicht müde, dafür zu werben, sich selbst und seine Gefühle ernst zu nehmen und sie mit anderen zu teilen. Durch Worte, Mimik und Gestik und auch durch Emoticons.

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