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Kirche in WDR 4 | 03.10.2018 | 08:55 Uhr

Freiheit

„Das Tor zur Freiheit geht von außen auf.“ Dieses Wort lässt mich nicht mehr los. Freiheit, das steht für mich an oberster Stelle. Unzählige Menschen haben dafür gekämpft, dass wir heute in Freiheit leben. Unsägliches Leid geschah vor den Toren zur Freiheit. Wie viele Menschen wissen das heute noch zu schätzen?

Nach dem Zweiten Weltkrieg gingen bei uns die Tore zur Freiheit auf. Von außen. Die Tore der Konzentrationslager, der Gefängnisse. Schon damals war die Sehnsucht nach Freiheit in vielen lebendig. Das Tor aber haben andere aufgemacht. Von außen. Nach der Wende ging das Tor der Einheit auf. Eine große Bewegung, eine friedliche Revolution. Vorher waren viele Türen geöffnet worden, damit alles so kommen konnte, wie es kam. Von außen.

Als Seelsorger mache ich häufig ich die Erfahrung: Menschen haben Sorgen und Probleme, sie sind in sich selbst gefangen. Manchmal genügt es, wenn ich ihnen aufmerksam zuhöre. Allein mein Zuhören bewirkt, dass sie sich immer weiter öffnen. Und dann darf ich ein Wort sagen, das Mut macht. Als Seelsorger erfahre ich oft: Das Wort, das wirklich hilft, kann sich keiner selber sagen. „Das Tor zur Freiheit geht von außen auf.“ Eine solche Befreiung kann auch wehtun. Sie kann einen konfrontieren – mit Vergangenheit, mit Schuld und Versagen. Plötzlich gehen einem die Augen auf.

Die Bibel erzählt: Die Jünger Jesu sind in sich selbst gefangen. Sie wissen zwar, dass Jesus auferstanden ist. Aber sie haben keinen Mut, es weiterzusagen. Und danach zu leben, zu handeln. Ihr Glaube bleibt graue Theorie. Da geht auch für sie das Tor auf. Von außen. Jesus tritt selbst in ihre Mitte, wünscht ihnen den Frieden, haucht sie an und spricht: „Empfangt den Heiligen Geist.“ (vgl. Joh 20,19-23)

„Das Tor zur Freiheit geht von außen auf.“ Das erfahren auch die Jünger. Der Impuls zur Freiheit ist nicht selbst gebastelt, sondern ein Geschenk, eine große Gabe. Diesen Impuls nennen sie: Heiliger Geist. Sie brauchen jemanden, der die Tür von außen aufstößt und frischen Wind hereinlässt.

„Sprich du das Wort, das tröstet und befreit“, singt ein Kirchenlied. Ich wünsche jedem einen Menschen, der zuhört. Und dann ein Wort sagt, das hilft. Ich wünsche den Befreiern von heute wirkliche Freiheit. Das geht nur in Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit. Sonst regiert nur das Recht des Stärkeren. Und der Kirche wünsche ich frischen Wind. Von außen, vom Heiligen Geist. Ich wünsche allen diesen guten Geist, der befreit. Damit man wieder atmen kann.

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