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Hörmal | 23.07.2017 | 07:45 Uhr

Gefestigt durch den Glauben - Malu Dreyer

Autor: Was wären wir ohne Geschichten? Geschichten von Menschen, die uns berühren. Wie die von Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. Vor 20 Jahren bekam sie die Diagnose MS, Multiple Sklerose. Rückblickend sagt sie: „Wenn ich innerlich weniger gefestigt wäre, wär ich vielleicht zusammengebrochen.

O-Ton-Dreyer: Man nennt das Gottvertrauen einfach. Ich bin groß geworden damit, mit Gottvertrauen, dass immer, wenn ich Sorgen hatte schon als Kind, bin ich abends eingeschlafen und hab gedacht, lieber Gott, du wirst schon wissen, was du tust.

Autor: Damit will die heute 56Jährige nicht sagen, dass Gott ihr etwa die Krankheit geschickt hat.

O-Ton-Dreyer: Nee, aber man wird vom Schicksal herausgefordert in irgendeiner Weise, und das ist dann eben ne Frage auch, wie kann man damit umgehen.

Autor: Malu Dreyer hat sich das Vertrauen bewahrt, dass Gott es - trotz allem - gut mit ihr meint.

O-Ton-Dreyer: Ja, diesen Optimismus auch zu haben, dieses Gottvertrauen zu haben, das hilft einem ja auch dann, mit so einer Situation gut umgehen zu können. Das wird einem geschenkt. Also ich glaube, man ist glücklich und privilegiert, wenn man glauben kann.

Autor: Die wichtigen Dinge im Leben werden einem geschenkt. Was sie im Jahr des Reformationsjubiläums neu für sich entdeckt hat:

O-Ton-Dreyer: Dass ja das Große auch an Luther war, dass er deutlich gemacht hat, dass man das Angenommensein von Gott eben sich nicht verdienen muss, sondern dass man angenommen ist und eben beschenkt wird von Anfang an.

Autor: Angenommensein - so wie man ist - das erfährt sie auch in ihrer Familie, vor allem an der Seite ihres Mannes. Neben ihrem Glauben ist er für sie die Kraftquelle Nummer eins.

O-Ton-Dreyer: Ich hab auch Glück. Ich bin auch da eigentlich beschenkt, weil die MS ist ja ‘ne Erkrankung mit tausend Gesichtern. Und bei mir hat sich das ja insgesamt sehr positiv entwickelt.

Autor: Dennoch ist sie zuweilen auf den Rollstuhl angewiesen, was sie nicht daran hindert, beruflich ihr Bestes zu geben.

O-Ton-Dreyer: Ich bin ja bewusst auch Politikerin geworden, weil ich davon überzeugt bin, dass man die Gesellschaft auch gestalten kann.

Autor: Auch in dieser Hinsicht sind ihr christliche Werte wichtig - wie die Erfahrung von Gemeinschaft, von Teilhabe und Angenommensein.

O-Ton-Dreyer: Meine Politik zeichnet sich mit Sicherheit dadurch aus, dass ich mich sehr stark darum bemühe, Menschen zusammenzuhalten, dass sich keiner benachteiligt fühlen muss, dass es sozial gerecht zugeht und damit eben den Zusammenhalt stärke.

Autor: Darin sieht die SPD-Politikerin Malu Dreyer heute die zentrale Aufgabe der Politik.

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