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Kirche in WDR 3 | 20.10.2014 | 07:50 Uhr

Geglücktes Leben

Guten Morgen,

Hauptsache gesund! Wie oft ist dieser Spruch zu hören. Bei Geburtstagen und anderen feierlichen Anlässen wird er gesagt. Auch bei einfachen Begegnungen auf der Straße ist der Wunsch zu hören: Hauptsache gesund! In diesem Ausruf und Wunsch steckt ja eine gründliche Erfahrung. Was nützt einem der berufliche Erfolg, wenn die Gesundheit fehlt? Was hat der Kranke von seinem Besitz und Wohlstand? Das alles wird dann doch zur Nebensache.

Gesundheit ist offenbar das höchste Gut für viele Menschen. Um die Gesundheit des Menschen geht es auch Jesus. Er sorgt und kümmert sich um Kranke. Viele seiner Begegnungen mit Menschen sind heilende Begegnungen. Freilich hat er einen anderen Blick auf den kranken Menschen. Ihm geht es um den ganzen Menschen, um seinen Leib und um seine Seele. Die Gesundheit der Seele meint dabei mehr als nur psychische Stabilität und Ausgeglichenheit. Wenn die Seele das Innerste des Menschen meint, seine innerste Lebendigkeit, die ihn einmalig macht vor Gott und vor den Menschen, dann verlangt sie nach einem sinnerfüllten Leben, um gesund zu sein. Die Seele will wissen, wofür es sich lohnt zu leben. Im Konfliktfall zieht Jesus daher das Heil der Seele sogar dem leiblichen Wohlergehen vor – was vielleicht für heutige Vorstellungen eher befremdlich klingt. Es geht ihm aber um die innerste Lebendigkeit des Menschen. Die Heilige Schrift weiß nämlich: Man kann alles Mögliche haben und besitzen, vielleicht die ganze Welt, darüber aber seine Seele verlieren.

Für mich leiten sich daher ganz zentrale Fragen ab: Was mache ich mit meinem Leben? Wofür setze ich mich ein? Was ist mir wichtig? Worauf kommt es an? Letztlich soll mein Leben sinnvoll sein, denn das ist für mich ein gelungenes Leben.

Menschen, die so leben, nennt Jesus selig. D.h. sie sind glücklich zu nennen. Diese Glücklichen sind allerdings nicht unbedingt leiblich gesund. Sie müssen auch keine Erfolge davon tragen. Ja, sie können ein schweres Leben haben. Und trotzdem nennt Jesus sie selig. Er lobt sie, er preist sie sogar. Ausdrücklich tut er das in den Seligpreisungen, mit denen er seine große Bergpredigt beginnt. Da benennt er, was zum geglückten Leben führt. Aber was Jesus in seiner Bergpredigt selig preist, wirkt eher fremd, ungewöhnlich.

So spricht Jesus von der Armut vor Gott. Glücklich preist er, die trauern können, selig, die sich für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen. Er betont das reine Herz, das unverstellt und gerade ist.

Jesus verheißt ein sinnerfülltes Leben, wer diesen Ratschlägen der Seligpreisungen folgt.

Die Seligpreisungen richten sich dabei aber nicht nur an fromme Spezialisten, die vielleicht weltfremd sind. Sie sind nicht reserviert für Menschen, die Heilige genannt werden. Gerade in den alltäglichen Gegebenheiten der familiären und beruflichen Wirklichkeit, im privaten wie öffentlichen Raum wollen sie zu einem sinnerfüllten Leben verhelfen. Ich bin davon überzeugt: Die Sehnsucht nach sinnerfülltem Leben kann gestillt werden und Jesu Seligpreisungen sind ein Wegweiser dazu. Das, was Jesus da nennt, sind ganz einfache Mittel: Das Streben nach Gerechtigkeit und Frieden, ein aufrichtiges Herz und auch eine Bescheidenheit.

Aus Köln wünscht ihnen einen guten Start in die Woche Prälat Josef Sauerborn.

Copyright Vorschaubild: Public Domain CCO Pixabay

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