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Hörmal | 15.12.2013 | 07:45 Uhr

Geschenke - eine schöne Bescherung

Schöne Bescherung: Noch zehn Tage bis Weihnachten und ich habe noch immer nicht alle Geschenke zusammen. So schön das ja ist, an Weihnachten selbst Geschenke zu bekommen. Aber umgekehrt auch die richtigen Geschenke zu finden, ist manchmal ganz schön schwierig. Schließlich sollen die Geschenke ja gut ankommen. Damit es wirklich eine schöne Bescherung wird und keine Enttäuschung – was ja auch manchmal mit einer schönen Bescherung gemeint ist – wollen Geschenke gut überlegt sein. Wie also finde ich die richtigen Geschenke, um meinen Lieben in der Familie und im Freundeskreis eine echte Freude zu bereiten?

Normalerweise fange ich schon sehr früh an, Weihnachtsgeschenke zu besorgen, nämlich dann, wenn ich einfach so auf Sachen stoße, wo ich mir denke: Ja, genau dieses Spiel wird meiner Nichte bestimmt Freude machen oder dieses Buch passt gut zu meinem Bruder. Aber ganz sicher bin ich mir da auch nicht immer.

Übrigens: Dass sich Erwachsene im Familienkreis gegenseitig etwas an Weihnachten schenken, hat sich erst im 19. Jahrhundert durchgesetzt. Vorher wurden an Weihnachten nur die Kinder beschenkt und das auch erst seit der Reformationszeit, also seit etwa 500 Jahren, denn der eigentliche Geschenketag für die Kinder war bis dahin der Nikolaustag. Martin Luther setzte sich dann dafür ein, dass nicht mehr Nikolaus als Geschenkebringer verstanden wurde, sondern der „heilige Christ“, also das Christkind. Und so fand die Bescherung an Weihnachten statt, zunächst in protestantischen dann aber auch immer mehr in katholischen Kreisen Deutschlands.

Schenken und Weihnachten – das passt gut zusammen, weil man selbst ein Beschenkter ist. Immerhin: Gott wird Mensch und schenkt sich dem Menschen, schenkt ihm Trost und Heil, so die christliche Überzeugung. Für mich bedeutet dass: Gott denkt an mich, er geht mir nach und will, dass mein Leben gelingt – auch wenn es manchmal anders aussieht.

Vielleicht ist das ja auch heute noch genau das Wichtigste beim Schenken: Ich denke an dich, ich gehe dir nach und will, dass dein Leben gelingt – und das muss ich nicht in teuren Geschenken ausdrücken – manchmal reicht schon eine Einladung miteinander Zeit zu verbringen.

Freunde von mir haben an mich gedacht und mir schon jetzt einen Weihnachtsgruß geschickt. Darin haben sie aber mitgeteilt, dass sie dieses Jahr keine üblichen Geschenke verschicken, sondern behinderte Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen unterstützen und ihnen ein paar Urlaubstage ermöglichen werden. Diese Idee finde ich klasse. Sie knüpft nämlich an die uralte Tradition an, Armen etwas zu schenken, genau denjenigen also, die nichts zurückschenken können, außer ihre Dankbarkeit.

Darin verwirklicht sich eine der wichtigsten Grundhaltungen beim Schenken, die auf Jesus selbst zurückgeht, der sagt: „Geben ist seliger als nehmen.“ (Apg 20,35)

Schenken ist nämlich eigentlich kein Tauschgeschäft. Da geht es nicht darum, do – des, geb‘ ich dir, gibst du mir, also Barbie mit Lego zu begleichen und Rolex mit Perlenkette. Schenken kennt eigentlich keine Absicht und auch keinen Gegenwert. Außer vielleicht: Die Freude, anderen eine Freude zu machen. Und die kann ruhig in vollen Zügen genossen werden.

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