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Hörmal | 21.04.2014 | 07:45 Uhr

Hallo Himmel

Autor: Wenn er in den Himmel kommt, möchte er Wolkenschieber werden.

O-Ton: Ich will ja auch was zu tun haben da oben, ich will mich ja nützlich machen – im Himmelstheater die Wolkenkulissen schieben sozusagen, das stell ich mir schöner vor, als einfach nur im weißen Hemdchen mit Flügeln dran irgendwo auf ner Wolke zu hocken und die Laier zu zithern.

Musik: Hallo Himmel, hallo Himmel, / dein Anblick ist so majestätisch weit. / Hallo Himmel, hallo Himmel, / die Engel spielen Schach mit Raum und Zeit. Hallo Himmel.

Autor: Heinz Rudolf Kunze ist kein frommer Kirchgänger. Der Musiker mit der großen Brille gilt als der Intellektuelle in der deutschen Musikszene. Rechnet er denn mit einer höheren Macht?

O-Ton: Rechnen wäre zu viel gesagt, so sicher bin ich mir nicht. Ich hoffe es. Ich unterstelle es gern. Ich würde mir wünschen, dass.

Autor: Denn dass alles nur Zufall ist, ohne Plan und ohne Sinn, das will Kunze nicht glauben.

O-Ton: So würde ich nicht gern leben. Und darum hoffe ich, dass ich Recht habe, wenn ich unterstelle, dass es da eine wie auch immer geartete Macht gibt, ob die mit Worten wie „lieber Gott“ oder „Engel“ richtig beschrieben werden können, das weiß ich nicht.

Autor: Also schaut der Künstler in den Himmel. Wohl nicht ohne kritische Fragen.

Musik: Du bist so herrlich grenzenlos, / hier unten ist ziemlich eng, / es läuft nicht gut und riecht auch streng, / im besten Falle ist es kurios.

Autor: Manches auf der Erde schreit zum Himmel. Das lässt auch den Musiker nicht kalt.

O-Ton: Es gibt immer noch ein ungeheures Maß an Ungerechtigkeit auf der Welt, an Elend. Und es gibt hier in unserem Teil der Welt neue Bedrohungen wie eben die totale Überwachung. Das sind schon Dinge, die mich sehr beschäftigen und die mir große Sorgen machen.

Musik: Es ist halt irgendwann mal Schluss, / und wenn ich schon mal gehen muss, / hier unten war ich gar nicht so beliebt, / dann will ich der sein, der die Wolken schiebt.

Autor: Irgendwann ist Schluss. Das irdische Leben ist begrenzt. Heinz Rudolf Kunze, 57, ist einer der Dienstältesten im deutschen Musikgeschäft. Deshalb fängt er schon mal an…

O-Ton: … sehr bewusst Langeweile aus dem Leben zu bekämpfen und wegzudrängen. Weil man zu der Einsicht kommt, Langeweile ist ein Luxus, den ich mir eigentlich nicht mehr leisten kann.

Autor: Also will der Autor noch viel schaffen.

O-Ton: Ich möchte den Leuten noch viel anbieten, da ich noch so viele Ideen habe. Nachruhm ist bestimmt schön, aber Vor-Ruhm ist besser (lacht).

Musik: Hallo, hallo, hallo, hallo, / hallo, hallo, hallo, hallo, / hallo, hallo, hallo, hallo, / Hallo Himmel!

Autor: Und ganz am Ende? Glaubt Heinz Rudolf Kunze an ein Leben nach dem Tod?

O-Ton: Dies ist ein Lied über Leichtigkeit, über Weite – und über Hoffnung auf den Himmel. Und vielleicht sogar im übertragenen Sinne, dass da noch was kommt im Himmel.

Musik: Hallo Himmel, Hallo Himmel… Hallo Himmel!

Musikinformation:

Titel: Hallo Himmel

Text: Heinz Rudolf Kunze

Komposition: Jens Carstens

CD: Heinz Rudolf Kunze, Stein vom Herzen, Track: 3

Label: Sony Music Entertainment

LC-Nummer: 30393

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