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Kirche in WDR 2 | 21.09.2017 | 05:55 Uhr

Have done it, have been there.

Wo sind sie den wech?

…so fragt man bei uns wenn man wissen will, wo jemand her ist.

Ich komme von Wabuech.

Aber das kenne sie wahrscheinlich nicht. Das liegt so in etwa auf der Hälfte zwischen Paderborn und Kassel.

Wir sind sozusagen ein Geheimtipp!

So und dann war ich kürzlich mal wech von Wabuech!

Und zwar in London. Und da ist mir eine Postkarte aufgefallen, auf der steht: „have been there, have seen it and have done it.“ Zu Deutsch: habs gesehn, habs besucht, habs hinter mir.

Auf der Postkarte konnte ich dann ankreuzen, was ich als Tourist erledigt hatte: Big Ben, Buckingham Palace, die Themse mit London Eye und Tower Bridge

Touristen aus Europa füllen solche Karten mit einem ironischen Augenzwinkern aus, Amerikanern und Chinesen scheint es wirklich ernst mit diesem Sightseeing Marathon zu sein.

Die fahren nämlich auf diese Art durch ganz Europa und haken die Top Sehenswürdigkeiten einfach ab, als wäre das Ganze eine Schnitzeljagd bei einem Kindergeburtstag.

Kurz nach meinem London-Besuch war ich mal wieder im Gottesdienst in unserer Dorfkirche in Nörde (das führt jetzt zu weit ihnen genau zu erklären wo, das jetzt liegt, es ist ein Ortsteil von Warburg) 700 Einwohner, auch ganz idyllisch übrigens.

Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass Jesus genau das Gegenteil von have done it und have been there praktiziert hat.

Die Bibel ist voll von Geschichten, die an Nebenschauplätzen passieren, an Bergen oder Seen, in Gegenden wo niemand hingeht, der ein Event sucht.

Zudem lässt sich dieser Jesus ständig von gesellschaftlich unbedeutenden Menschen mitten in der Pampa auch noch vom Weg abringen. Er nimmt ernst, er verweilt, er hört zu, heilt und löst Probleme.

Kinder, Frauen, Steuereintreiber, Kranke, Ausländer sind die Menschen, bei denen er sich aufhält und von denen er sich aufhalten lässt.

Ich stelle mir das so vor, dass er sich gebeugt hat oder in die Knie gegangen ist, um mit den Kindern auf Augenhöhe zu sprechen. Begegnungen im Abseits an eher unspektakulären Orten.

Er hakt eben nicht die Highlights ab, er geht an die Ränder …würde Papst Franziskus es nennen.

Übrigens: In unserem kleinen Gottesdienst in der Dorfkirche waren wir zwanzig Leute.

Das Gegenteil von Katholikentag oder Weltjugendtag.

Und das im nördlichsten Südostwestafalen, ganz in der Nähe von Wabuech. Manchmal sind die wirklichen Highlights eben nicht unter dem Eiffelturm oder am Big Ben sondern zum Beispiel in einem Wortgottesdienst in Waburg Norde zu finden … and I have been there and I have done it.

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