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katholisch

Hörmal | 27.08.2017 | 07:45 Uhr

Heilige Monika

Einspieler Heintje:

„Mama – Du brauchst doch nicht um deinen Jungen weinen“

Heintjes wohl bekanntester Schlager – von vielen heute belächelt – aber vor genau 50 Jahren sang sich Heintje damit in die Herzen vieler Mütter: „Mama – Du brauchst doch nicht um deinen Jungen weinen…“

Dass ich da als Kirchenmann drauf Bezug nehme, kommt aber nicht von ungefähr: Heintjes Schlager trifft nämlich haargenau die Situation einer Mutter, die heute am 27. August in der katholischen Kirche verehrt wird: die heilige Monika. Sie starb im Jahr 387. Und Monikas Sohn, um den sie viel geweint hat, das war der heilige Augustinus, einer der ganz großen Theologen, der bis heute das christliche Denken nachhaltig geprägt hat.

Augustinus beschreibt die Geschichte seiner Mama Monika in seinen Bekenntnissen, einer Art Autobiographie, in der er mit psychologischem Scharfsinn sein Leben analysiert. Und dazu gehört auch das Verhältnis zu seiner Mutter.

Sie, die fromme Christin, sorgte sich um ihren Sohn, der ganz andere Wege gehen wollte, als sie es für richtig hielt: Offenbar ein klassisches Eltern-Kind-Problem. Aber Augustinus war auch nicht ganz ohne: Er hatte einen lockeren Lebenswandel, er ließ nichts anbrennen, gehörte einer Sekte an und zeugte obendrein noch einen unehelichen Sohn, dem er – es klingt fast zynisch – den Namen „Adeodatus“ gab, „Von Gott gegeben“.

Immer wieder hatte Monika neben eigenem Zureden versucht, auch andere Christen auf ihren Sohn Augustinus anzusetzen, um ihn zu bekehren. Kein Wunder, dass sich Augustinus von seiner Mutter emanzipieren wollte und schließlich aus seiner Heimat in Nordafrika nach Rom und Mailand floh. Einmal, so beschreibt es Augustinus, habe Monika einen Bischof unter Tränen bedrängt, er solle unbedingt mit ihrem Sohn reden. Der Bischof reagierte darauf beinahe ärgerlich und sagte zu Monika (Conf. 5, 12): „Geh weg, so wahr du lebst, ein Sohn so vieler Tränen kann nicht verloren gehen.“ Er sollte Recht behalten, denn Augustinus ließ sich später taufen.

Und – Heintje lässt grüßen: „Mama – Du brauchst doch nicht um deinen Jungen weinen…“

Was ich an der Geschichte so spannend finde: Die Sorge von Eltern um ihre Kinder ist irgendwie zeitlos – und die Frage der Emanzipation auch. Ich kenne das aus seelsorglichen Gesprächen. Eltern fragen sich – manchmal unter Tränen –, was haben wir falsch gemacht, dass unsere Kinder so ganz andere Wege gehen als wir dachten?‘

Ich versuche, die Eltern dann etwas zu beruhigen: Wenn es doch das Ziel ist, dass die Kinder eigenständige Persönlichkeiten werden, dann muss ich auch zulassen, dass sie ihre eigenen Wege gehen. Ein Kind, das man beim Laufen-Lernen nicht loslässt, wird nie auf eigenen Füßen stehen.

Und dann bleibt – wie bei Monika – auch immer die Möglichkeit, für die Kinder zu beten. Und das besang damals Heintje auch schon in seinem Lied an die Mama:

Einspieler Heintje:

„Mama. Und bringt das Leben mir auch Kummer und Schmerz.

Dann denk ich nur an dich. Es betet ja für mich oh Mama dein Herz.“

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