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Kirche in WDR 2 | 22.07.2015 | 05:55 Uhr

Helfen können

Neulich habe ich eine schöne kleine Geschichte gelesen: An einem Strand hat in der Nacht ein furchtbarer Sturm gewütet. Am nächsten Morgen liegen auf dem Sand unheimlich viele Seesterne. Bekanntermaßen können die außerhalb des Wassers nicht lange überleben. Also macht sich ein kleines Mädchen auf den Weg zu diesem Strand. Dort angekommen nimmt sie einen Seestern nach dem anderen und wirft sie ins Meer zurück.

Ein Spaziergänger, der zufällig vorbeikommt, sieht sich das eine Weile lang an. Dann schüttelt er den Kopf und sagt zu dem Mädchen: „Ach Kleine! Was machst du denn da?“ „Das siehst du doch“, sagt das Mädchen. „Ich werfe die Seesterne zurück ins Meer!“ „Klar sehe ich das“, sagt der Mann. „Aber das ist doch völlig sinnlos! Hier liegen dermaßen viele Seesterne am Strand, die kannst du unmöglich alle zurück ins Meer bringen. Was du tust, ändert nicht das Geringste!“

Das Mädchen guckt den Spaziergänger einen Moment lang an. Überlegt ein bisschen. Dann schaut es auf den Seestern, der direkt vor ihm liegt. Schließlich nimmt die Kleine diesen Seestern und wirft ihn mit viel Schwung ins Meer. Dann dreht sie sich wieder zu dem Spaziergänger und sagt: „Für den da ändert es was!“

Ich finde, das ist eine Geschichte, die echt Mut macht. Denn wenn ich die Nachrichten verfolge oder die Zeitung lese, denke ich manchmal: „Menschenskinder, was soll man denn da machen? Ist doch alles sinnlos! Ich kann doch eh’ nichts ändern!“ Wenn es irgendwo wieder eine Katastrophe gibt oder ein Konflikt eskaliert. Wenn eine Epidemie nicht rechtzeitig eingedämmt wird, obwohl das möglich wäre. Wenn die Erderwärmung weiter fortschreitet und die Schere zwischen arm und reich immer noch mehr auseinanderklafft. Was macht es da für einen Unterschied, ob ich einer Menschenrechtsorganisation beitrete, mich für Umweltschutz engagiere oder einem Patenkind die Schulbildung finanziere?

Diese Geschichte zeigt:

Klar, nur mal kurz die Welt retten kann man so nicht. Es werden auch nicht alle Menschen auf der Welt satt und glücklich, nur weil ich mich an irgendeiner Stelle engagiere. Oder weil Sie irgendwo versuchen, konkret zu helfen.

Aber es verlangt ja auch keiner von uns, dass wir gleich alle Menschen retten. Oder alles in der Welt in Ordnung bringen. Gott verlangt das nicht. Und in der Bibel steht auch nichts dergleichen.

Was die Bibel allerdings verlangt, ist, dass wir nicht unnötig ’rumjammern. Sondern das tun, was für uns möglich ist. Denn die Hilfe, die wir geben können, die ist total nötig. Das ist ja gerade die Pointe der Geschichte: Nur weil das Mädchen geholfen und eingegriffen hat, konnten wenigstens einige Seesterne gerettet werden. Und hätte der Spaziergänger mitgeholfen, dann wären es sogar noch einige mehr geworden.

Mit anderen Worten: Egal, wo wir helfen oder in welchem Bereich wir uns engagieren, es wird immer Menschen geben, die davon profitieren. Die ohne unsere Hilfe aufgeschmissen wären. Denen nur deshalb geholfen wird, weil wir dazu bereit sind.

Egal, wie viele Menschen das dann letzten Endes sind - für sie macht es einen gewaltigen Unterschied, ob wir ihnen helfen oder nicht. Das macht diese Geschichte deutlich. Sie zeigt uns, wie wichtig unsere Hilfe ist. Und sie hilft uns, mit dem Helfen nicht aufzuhören.

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